News 22.10.2026, 16:22
Bundesrat

Strafvollzugsnovelle kann mit 1. November in Kraft treten

Die Länderkammer befasste sich in ihrer Sitzung mit den jüngsten Nationalratsbeschlüssen. Zugestimmt hat sie Gesetzen für eine bessere Versorgungssicherheit in Krisenfällen.

Die Strafvollzugsnovelle soll die überbelegten Justizanstalten entlasten. Sie ermöglicht etwa die Abschiebung ausländischer Straftäter in ihr Heimatland nach Verbüßung der halben Haftstrafe, erweiterte Möglichkeiten für einen Haftaufschub und schärfere Sicherheitskontrollen. Grünes Licht gab es im Bundesrat auch für eine Verschärfung des Strafrechts zur Bekämpfung von Menschen- und Organhandel.

Mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit zugestimmt haben die Mitglieder des Bundesrats einem Paket zur Versorgungssicherheit. Mit dem Energielenkungsgesetz soll die Energieversorgung in außerordentlichen Krisenfällen verbessert werden. Das Versorgungssicherheitsgesetz zielt auf die Vorratshaltung bestimmter Güter ab.

Die jüngsten Beschlüsse des Nationalrats können nach grünem Licht durch den Bundesrat pünktlich in Kraft treten.

Die letzte parlamentarische Hürde nahmen auch Gesetze zur Entbürokratisierung der Gewerbeordnung, zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Stärkung der Unabhängigkeit der Finanzmarktaufsicht. Mit neuen Regeln für die GeoSphere Austria soll eine Schadensdatenbank für Naturereignisse eingerichtet werden.

Enquete zu starken Regionen am 23. November

Einstimmig beschlossen hat der Bundesrat, dass am 23. November eine parlamentarische Enquete mit dem Titel "Wohlstand, Wandel, Weitblick: Starke Regionen für Österreichs Zukunft" stattfindet. Neben einer Keynote von Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner werden sich die Teilnehmenden in Panels mit Fragen zu Wirtschaft, Bildung und Resilienz der Regionen befassen.

Aktuelle Stunde zu Innovationen in der Pflege

Zu Beginn der Sitzung diskutierten die Bundesratsmitglieder mit Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig über die Zukunft der Pflege. Königsberger-Ludwig betonte, dass für die kommenden beiden Jahre jeweils 260 Mio. € mehr für den Ausbau der Pflege zur Verfügung stehen werden. Während Bundesratsmitglieder von ÖVP und SPÖ positive Beispiele aus ihren Heimatbundesländern präsentierten, ortete die FPÖ zahlreiche Missstände. Grüne und NEOS sprachen sich unter anderem für eine Erweiterung bzw. bessere Anerkennung der Kompetenzen von Pflegekräften aus.

Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig sprach über zusätzliche Mittel für mobile Dienste, Digitalisierung und die Valorisierung des Pflegegelds.