Nur wenige Tage nach der Einigung auf Regierungsebene haben die neue Zustellförderung für Printmedien und weitere Teile des Medienpakets den Verfassungsausschuss des Nationalrats passiert. Demnach soll die Zustellung abonnierter Tages- und Wochenzeitungen künftig mit 22,5 Mio. € pro Jahr gefördert werden. Für unadressierte Druckwerke, die wöchentlich oder 14-tägig erscheinen und zumindest von bezirksweitem Interesse sind, wurde ein Förderbetrag von 4 Mio. € festgelegt. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Fördermittel für digitale Transformation in den Jahren 2027 und 2028 um jeweils 4 Mio. € auf 24 Mio. € aufzustocken sowie künftig 100.000 € pro Jahr für die Förderung einer Kontaktstelle zur Verbesserung des Schutzes und der Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten bereitzustellen.
Das Paket erhielt im Ausschuss neben den Koalitionsparteien auch die Zustimmung der Grünen. Die FPÖ äußerte sich hingegen kritisch. Sie sieht "tendenziell im linken Spektrum angesiedelte" Medien gegenüber Gratismedien wie "Heute" oder "oe24" bevorzugt und plädierte dafür, Privatmedien durch ein Werbeverbot für den ORF zu unterstützen, statt die Medienförderung auszuweiten.
Um heimische Medienhäuser zu unterstützen, soll ab kommendem Jahr die Zustellung von Zeitungsabonnements gefördert werden.