Pflichtnotstandsreserven: Bisher 56.000 Tonnen Rohöl durch OMV erworben
Bericht zu Erdöl-Freigaben liegt dem Nationalrat vor
Wien (PK) – Die Pflichtnotstandsreserven für Erdöl und Mineralölprodukte müssen in Österreich mindestens 25 % bzw. 90 Tage der Nettoimporte des Vorjahres umfassen. Ende 2025 betrug diese Pflichtnotstandsreserve Österreichs rund 2,435 Mio. Tonnen. Aufgrund der Konfliktsituation im Nahen Osten beschloss die Internationale Energieagentur (IEA) im März 2026 die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl aus den Pflichtnotstandsreserven ihrer Mitglieder. Damit sollen dem Markt zusätzliche Ölmengen zur Verfügung gestellt werden. Österreichs Anteil davon beträgt 325.000 Tonnen Rohöl. Dies geht aus dem aktuellen Bericht zur Freigabe dieser Pflichtnotstandsreserven hervor (III-384 d.B.). Der Hauptausschuss des Nationalrats genehmigte demnach im März 2026 die Verordnung zur Freigabe dieser Menge.
Laut dem vorliegenden Bericht vom August hat die Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG), die als zentrale Bevorratungsstelle der Republik Österreich eingerichtet ist, der OMV Downstream GmbH bisher 56.000 Tonnen Rohöl von der freigegebenen Menge angeboten. Sie wurden zu Marktpreisen erworben und zur Raffinerie Schwechat transportiert. Die restlichen 269.000 Tonnen stehen bis 1. Oktober 2026 bei weiterem Bedarf zur Verfügung, so der Bericht. (Schluss) mbu