Neu im Konsumentenschutzausschuss
Schutz vor unseriösen Praktiken beim Goldankauf
Wien (PK) – Die Regierungsfraktionen machen mit einem Entschließungsantrag auf das fragwürdige Geschäftsmodell des mobilen, kurzfristig agierenden Goldankaufs aufmerksam und setzen sich für einen besseren Schutz von Konsumentinnen und Konsumenten ein (1019/A(E)). Angesichts des hohen Goldpreises und erhöhten Liquiditätsbedarfs vieler Bürgerinnen und Bürger werde dabei der psychologische Faktor Scham ausgenutzt, insbesondere bei älteren und vermögenden Personen. Es komme zu Verkaufsdruck und Koppelungsgeschäften. Berichtet werde außerdem über schlechte Erreichbarkeit, Preisintransparenz, mangelnde Kontrollen sowie das Fehlen von Registrierkassen. Derartige Praktiken würden Juwelierinnen und Juweliere, die sich an gesetzliche Vorhaben halten, in Verruf bringen, heißt es in der Initiative.
Wirtschafts- und Finanzminister werden daher von ÖVP, SPÖ und NEOS dazu aufgefordert zu prüfen, inwiefern ressortübergreifende Kontrollen – etwa durch Marktaufsicht, Finanzpolizei oder Sachverständige – im Bereich des mobilen Goldankaufs verstärkt bzw. erleichtert werden können. Außerdem geht es um die Verbesserung der Transparenz- und Meldepflichten für mobile Ankäuferinnen und Ankäufer von Edelmetallen, gezielte Informations- und Aufklärungsmaßnahmen sowie die Stärkung der Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden. (Schluss) fan