Parlamentskorrespondenz Nr. 1027 vom 28.10.2026

Qualitätssicherungsrat empfiehlt Erhöhung der Fort- und Weiterbildungspflicht für Pädagoginnen und Pädagogen

Neue Lehramtscurricula zeigen laut Bericht positive Entwicklungen

Wien (PK) – Der Qualitätssicherungsrat für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung (QSR) begleitet die Umsetzung von Reformen der Pädagoginnen- und Pädagogenbildung und hat dazu über den Zeitraum Jänner 2025 bis Juni 2026 seinen Bericht vorgelegt (III-398 d.B.). Die Erkenntnisse des Stellungnahmeverfahrens zu den reformierten Curricula werden im Bericht zusammengeführt und Empfehlungen formuliert.

Die neuen Curricula würden positive Entwicklungen und Fortschritte zeigen, ist dem Bericht zu entnehmen. Nun sei darauf zu achten, wie diese implementiert und "mit Leben erfüllt werden". Als zentral erachtet der QSR dafür professionelle Institutionen der Pädagoginnen- und Pädagogenbildung, die sich sowohl durch Autonomie als auch kooperatives Handeln auszeichnen. Außerdem betont der Bericht, dass die Reform der Pädagoginnen- und Pädagogenbildung Zeit brauche und laufendes Monitoring sowie wissenschaftliche Begleitung essentiell seien. Ebenso zentral seien laut QSR die Berücksichtigung von stets aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie die systematische Verbindung von Forschung und Praxis.

Empfehlung zur Erhöhung der Fort- und Weiterbildungspflicht

Da es nicht möglich sein werde, immer neue Themen und Inhalte in das Studium zu integrieren, bedürfe es ständiger und berufsbegleitender Fort- und Weiterbildung. Diese sollte laut Bericht "noch weitaus expliziter werden und obligatorisch alle Aspekte des Lehrkräftehandelns" betreffen. Der QSR regt eine Erhöhung der Fort- und Weiterbildungspflicht im "Kernbereich" der Tätigkeit als Lehrkraft an – beispielsweise zu aktuellen Entwicklungen im Unterrichtsfach oder zu Fragen der Unterrichtsführung. Dabei sollten laut QSR die Universitäten miteinbezogen werden.

Professions- und Kompetenzorientierung

Positiv fällt laut Bericht die Begutachtung der Expertinnen und Experten der Lehramtscurricula zum Punkt "Professions- und Kompetenzorientierung" sowie "Constructive Alignment" aus. Als "klare Stärken" werden eine intensive Auseinandersetzung mit Professionalisierung, die systematische Verzahnung von Theorie und Praxis sowie die dialogische Weiterentwicklung im Begutachtungsprozess benannt. In der nächsten Entwicklungsphase sollte es demnach gelingen, Kompetenzmodelle nicht primär nur beschreibend, sondern vor allem auch performativ, überprüfbar und hochschulübergreifend anschlussfähig umzusetzen.

Diversität und Inklusion

Auch hinsichtlich des Wegs zu einer diversitäts- und inklusionsorientierten Lehrkräftebildung erkennen die externen Gutachterinnen und Gutachter laut Bericht Fortschritte. Im nächsten Schritt sollten demnach die Querschnittsthemen Diversität, Inklusion, Antidiskriminierung, Menschenrechte sowie sprachliche Bildung nicht nur in Leitlinien und Modulbeschreibungen verankert, sondern auch im innerhochschulischen Diskurs aufgegriffen und in der Hochschullehre umgesetzt werden.

Künstliche Intelligenz, Medienbildung, Digitalisierung und Globalisierung

In Bezug auf die "digitale Dimension" der Curricula weisen die Expertinnen und Experten auf die permanente Veränderung der Werkzeuge hin. Diese Dynamik machte es schwierig, verbindliche Vorgaben dazu zu entwickeln, heißt es im Bericht. Verbindlich formulieren könnte man daher allenfalls die Forderung nach der Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen in der digitalen Welt. Als "unabdingbar" werde dabei die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen erachtet, hinsichtlich derer es laut Bericht allerdings Nachholbedarf geben würde. (Schluss) bea


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