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Parlamentskorrespondenz Nr. 310 vom 04.05.2004

Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/Personalia/Ehrenzeichen

EHRENZEICHEN FÜR VERDIENTE MANDATERiNNEN

Silhavy, Spindelegger, Steibl, Trunk und Van der Bellen geehrt

Wien (PK) - Fünf verdiente MandatarInnen erhielten heute aus der Hand von Nationalratspräsident Andreas Khol Ehrenzeichen überreicht, welche ihnen vom Bundespräsidenten zuerkannt worden sind. So wurde Klubobmann Alexander Van der Bellen (G) mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern ausgezeichnet, Heidrun Silhavy (S) und Michael Spindelegger (V) bekamen des Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern. Ridi Steibl (V) durfte sich über das Große Goldene Ehrenzeichen freuen, während Melitta Trunk (S) das Große Silberne Ehrenzeichen verliehen bekam. An der Feierstunde nahmen zahlreiche Parlamentarier teil, darunter die Klubobleute Willi Molterer (V) und Josef Cap (S).

Nationalratspräsident Khol sagte in seiner Laudatio, es sei stets eine schöne Stunde für das Parlament, wenn die Arbeit von Abgeordneten gewürdigt werde, und die hohe Präsenz zeige die Zustimmung, welche die Tätigkeit der ausgezeichneten Abgeordneten erfahre. Der Bundespräsident habe fünf Mitgliedern des Hauses Ehrenzeichen zuerkannt, und es gehöre zu den angenehmen Aufgaben eines Nationalratspräsidenten, diese Auszeichnungen zu überreichen. Nach dem feierlichen Akt der Übergabe der Orden dankte Van der Bellen namens der gewürdigten Mandatare. Untermalt wurde die Feierstunde durch musikalische Darbietungen eines Streichquartetts der Garde.

Heidrun Silhavy wurde am 20. Mai 1956 in Graz geboren, wo sie 1974 auch maturierte. 1976 trat sie in die Dienste der steirischen AK, seit 1981 ist sie Landesfrauensekretärin des steirischen ÖGB. Im Mai 1994 zog sie in den Nationalrat ein, wo sie heute stellvertretende Klubvorsitzende der SPÖ-Fraktion ist. Zudem hat Silhavy zahlreiche führende Funktionen in der steirischen SPÖ inne und gehört dem Bundesparteivorstand der SPÖ an. Überdies ist Silhavy Vorsitzende des Sozialausschusses des Nationalrates.

Michael Spindelegger kam am 21. Dezember 1959 in Mödling zur Welt und studierte nach der Matura Rechtswissenschaften, 1983 zum Doktor der Rechte promovierend. Sein beruflicher Werdegang führte Spindelegger neben der Universität ins Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, ins Verteidigungsministerium und in die Vereinigung Österreichischer Industrieller, ehe er 1994 wieder in die Dienste des Landes Niederösterreich trat. 1992 zog Spindelegger für das Land Niederösterreich in den Bundesrat ein, seit Dezember 1993 gehört er dem Nationalrat an. Überdies war Spindelegger 1995/96 Mitglied des Europäischen Parlaments. Schließlich ist Spindelegger außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion und stellvertretender Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses des Nationalrates.

Ridi Steibl wurde am 14. November 1951 in der Steiermark geboren und absolvierte nach einer landwirtschaftlichen Fachschule eine Bürofachschule, ehe sie 1970 in der Privatwirtschaft tätig wurde. 1980 bis 1988 war sie an führender Stelle in der Verwaltung der Diözese Graz/Seckau tätig, ehe sie die Referatsleitung für Frau-Familie-Gesellschaft bei der Steirischen Landesregierung übernahm. Steibl ist Landesfrauenvorsitzende des Steirischen AAB und seit 1999 stellvertretende Vorsitzende des ÖAAB. Seit April 1994 gehört Steibl dem Nationalrat an, wo sie seit November 1994 als Ordnerin fungiert. Zudem ist sie Vorsitzende des Familienausschusses.

Melitta Trunk erblickte am 17. Juni 1955 in Villach das Licht der Welt und studierte nach der Matura Germanistik und Anglistik in Klagenfurt, 1978 den Magistratitel erwerbend. Nach einigen Jahren als Lehrerin an einer Handelsakademie wirkte sie bis 1990 als freie Journalistin. 1990 bis 1999 war Trunk Landtagsabgeordnete in Kärnten, ehe sie in den Bundesrat übersiedelte. Im Dezember 2002 wurde Trunk Abgeordnete zum Nationalrat. Sie ist stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten, Frauenvorsitzende der Kärntner SPÖ und Vorsitzende des Kärntner BSA. Zudem ist Trunk Schriftführerin im Familienausschuss.

Alexander Van der Bellen wurde im Januar 60 Jahre alt. Der gebürtige Wiener studierte in Innsbruck Volkswirtschaft und promovierte 1970 zum Doktor. Nach Jahren als außerordentlicher Professor an der Universität Innsbruck ist Van der Bellen seit 1980 ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien. Vier Jahre lang wirkte er zudem als Dekan bzw. Vizedekan an seiner Fakultät. Im November 1994 zog Van der Bellen in den Nationalrat ein, 1997 wurde er Bundessprecher seiner Partei. 1999 übernahm er zudem die Klubführung der Grünen Fraktion. (Schluss)

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