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Parlamentskorrespondenz Nr. 702 vom 23.09.2010

Themenfelder:
Parlament allgemein/Parlamentarismus/Medien
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/neue Website/Prammer

Die neue Website des Parlaments ist online

NR-Präsidentin Prammer präsentiert rundum erneuertes Internet-Angebot

Wien (PK) – Das Parlament hat einen neuen Internet-Auftritt. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer präsentierte bei einer Pressekonferenz die rundum erneuerte Website des Hohen Hauses, die seit heute Nachmittag unter der gewohnten Adresse www.parlament.gv.at online ist. Unter dem Motto "dynamisch – transparent – bürgernah" wurde nicht nur die Benutzerfreundlichkeit der Seite verbessert, sondern auch viel Wert auf Übersichtlichkeit und Transparenz gelegt.

Interessierte BürgerInnen können sich künftig auf einfachem Weg einen Überblick über die Arbeit des Nationalrats und des Bundesrats sowie den Gesetzgebungsprozess verschaffen. Gleichzeitig wurde das Angebot für ExpertInnen erweitert. Der gesamte neue Online-Auftritt ist barrierefrei gestaltet.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer betonte bei der Pressekonferenz, für sie sei es wichtig, dass das Parlament bürgernah sei. Die neue Website des Parlaments leistet ihr zufolge dazu einen wesentlichen Beitrag. Durch die neue Aufbereitung des Informationsangebots und eine perfektionierte Suchfunktion werde man gesuchte Inhalte wesentlich effizienter und schneller als bisher finden, zeigte sie sich überzeugt.

Prammer lud alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, Verbesserungsvorschläge zu machen (Adresse: cm@parlament.gv.at): "Anregungen sind ausdrücklich erwünscht". Eine Website sei schließlich nie etwas Abgeschlossenes, sondern ein "Work in Progress". Es sei, so Prammer, wichtig, dass "die wichtigste Website des Landes" bestmöglich funktioniere. Für wertvolle Anregungen winkt eine Spezialführung durch das Parlament.

Parlamentsdirektor Georg Posch erinnerte daran, dass die erste Website des Parlaments bereits 1996 online ging und im Jahr 2004 ein erster großer Relaunch erfolgte. Inzwischen hat die Seite 1,5 Millionen Besucher pro Jahr und 85 Millionen "Hits". Das nunmehrige Relaunch-Projekt startete im Jahr 2008 mit einer Usability-Studie und wurde, wie Posch unterstrich, in relativ kurzer Zeit umgesetzt.

Laut Projektleiterin Ines Kerle gehörten unter anderem ein klares, zeitgemäßes und unaufdringliches Design sowie eine konsistente, leicht nachvollziehbare Navigation zu den Zielen des Relaunch. Besonders hob sie außerdem die neue, lernfähige Suche hervor.

Die Kosten für den Relaunch betrugen laut Prammer 234.000 €, dazu kommen noch Kosten für die neue Suche. Um Kritik am Projekt zu begegnen, hat Prammer den Rechnungshof mit einer Prüfung der Auftragsvergabe beauftragt; sie selbst zeigte sich aber überzeugt, dass alles korrekt abgelaufen ist.

Die neue Website des Parlaments

Besonderes Augenmerk bei der Erneuerung der Website wurde auf Übersichtlichkeit gelegt. So ermöglichen etwa eine vereinfachte Navigationsstruktur sowie ein zeitgemäßes Design künftig ein rasches, zielgerichtetes Navigieren durch das breite Angebot. Auch die Suchfunktion wurde deutlich verbessert: eine neue, lernfähige Suche erleichtert das Auffinden von Dokumenten.

Für mehr Transparenz bei parlamentarischen Verfahren sorgt ein neu entwickeltes "Ampelsystem". Ein Ampelbalken zeigt den NutzerInnen optisch an, wie weit die Verhandlungen etwa über einen Gesetzesvorschlag im Parlament gediehen sind. "Rot" bedeutet, dass ein Entwurf eben erst im Nationalrat eingelangt ist, "gelb" symbolisiert laufende Beratungen und "grün" zeigt an, dass das Gesetz bereits beschlossen wurde. Zudem geben übersichtliche "Geschichtsseiten" Aufschluss über den bisherigen Verlauf, den ein Verfahren genommen hat.

Wer die Website des Parlaments häufig besucht, kann in Hinkunft verschiedene Personalisierungsmöglichkeiten des Portals nutzen. So ersparen beispielsweise "Lesezeichen" ein lästiges Klicken durch Untermenüs. Wie bisher kann man sich außerdem auch für das E-Mail-Abonnement des Parlamentarischen Pressedienstes sowie den Newsletter des Parlaments registrieren lassen.

Aufgeteilt sind die Inhalte der Website auf fünf Hauptmenüpunkte: den Menüpunkt Parlament aktiv, mit Informationen über das aktuelle Geschehen im Parlament und mit sämtlichen parlamentarischen Materialien; den Menüpunkt Parlament erklärt, mit verständlichen und webgerecht aufbereiteten Erklärungen über Parlament und Parlamentarismus; den Menüpunkt Wer ist wer, mit Informationen über ParlamentarierInnen und parlamentarische Einrichtungen wie den Nationalfonds; den Menüpunkt Gebäude und Führungen, mit Besuchsinformationen und Informationen über Bauprojekte; sowie den Menüpunkt Service, mit Informationen über das Serviceangebot des Parlaments und die Demokratiewerkstatt, Veranstaltungshinweisen und einem Fotoalbum.

Ebenfalls zum umfangreichen Web-Angebot des Parlaments gehören ein virtueller Rundgang durch das Parlamentsgebäude mit 360-Grad-Panoramabildern, interaktive Sitzpläne, eine Abgeordneten-Suche nach den Abgeordneten eines Wahlkreises, ein Glossar, Antworten auf häufig gestellte Fragen und Recherchemöglichkeiten im Bibliothekskatalog der Parlamentsbibliothek. Insgesamt sind über die Parlaments-Website mehr als eine Million Dokumente zugänglich.

Anregungen zur neuen Website sind unter cm@parlament.gv.at möglich. (Schluss)