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Parlamentskorrespondenz Nr. 461 vom 03.05.2016

Themenfelder:
Bildung
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/Europarat/Demokratiewerkstatt/Menschenrechte/Medien

No-Hate-Speech: Parlament engagiert sich in Europarat-Kampagne

Präsentation von Lehrmaterialien zur menschenrechtlichen Bildung

Wien (PK) - Sensibilisierung und Kompetenzbildung im Umgang mit Hate Speech - besonders auf online-Kanälen - dem hat sich der Europarat 2013 mit einer eigenen Kampagne verschrieben. Das österreichische Parlament beteiligt sich an diesen Initiativen, die besonders Jugendliche und PädagogInnen ansprechen. Vor allem die Demokratiewerkstatt mit ihren Workshops zur politischen Bildung hat in den letzten Jahren den Fokus vermehrt auf Mobbing, gerade in Sozialen Medien, gerichtet. Anlässlich der Publikation des No-Hate-Speech-Handbuchs "Bookmarks" in deutscher Übersetzung bat heute Parlamentsdirektor Harald Dossi in das Palais Epstein, wo die Demokratiewerkstatt verortet ist. Das Nachschlagwerk mit praxisnahen Materialien biete gute Unterstützung für die tägliche pädagogische Arbeit, so Dossi in Richtung der zahlreichen BesucherInnen aus der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit.

Gewalt in der Sprache durch online-Medien intensiviert

Die Auseinandersetzung mit verbaler Gewalt gewinne durch das Erstarken des Internets in der Kommunikation an Bedeutung, verwies Demokratiewerkstatt-Leiterin Elisabeth Schindler-Müller auf die hohe Nachfrage nach Angeboten wie jenen der Medien- und Partizipationswerkstatt, die mit Kindern und Jugendlichen Manipulation durch Information und Sprache behandelt. Aktuelle Themen dabei sind das Erkennen von Stereotypen und die Erfahrung von Vielfalt als positiver Wert. Hassrede gegen Gruppen sowie Einzelpersonen habe es schon immer gegeben, durch das Internet würden aber vielfach Hemmschwellen leichter überschritten – von Menschen jeden Alters, war der generelle Tenor des Diskussionsforums zur No-Hate-Speech Aktion, die der Europarat noch bis 2017 verlängert.

Praktiken zur präventiven Bewusstseinsbildung bei Jugendlichen beschrieben in der Debatte Sigrid Steininger, im Bildungsministerium zuständig für politische Bildung, Wiens Landesjugendreferent Karl Ceplak, die Leiterin der Beratungsstelle Extremismus Verena Fabris, und Bernhard Jungwirth, Projektleiter von Saferinternet.at des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation.

Lebensnahe Zugänge zur Hassprävention

"Bookmarks. Bekämpfung von Hate Speech im Internet durch Menschenrechtsbildung" kann für den Schulunterricht und für außerschulische Bildungsarbeit über den Online-shop von "Zentrum polis - Politik lernen in der Schule" bestellt werden und steht dort auch zum kostenlosen Download bereit. Die Präsentation des Buchs beziehungsweise relevanter Praxisbeispiele übernahmen bei der heutigen Veranstaltung für polis Sabine Liebentritt und Elisabeth Turek. Für die allgemeine Moderation zeichnete Magdalena Schwarz von der Bundesjugendvertretung verantwortlich. (Schluss) rei

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at.