LETZTES UPDATE: 30.05.2016; 14:15
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Parlamentskorrespondenz Nr. 571 vom 30.05.2016

Themenfelder:
Außenpolitik/Wirtschaft
Format:
Parlament international
Stichworte:
Parlament/Besuch/China

Winterolympiade in Peking als Chance für österreichische Skiindustrie

Chinesischer Besuch im Parlament zeigt großes Interesse an wirtschaftlicher Zusammenarbeit

Wien (PK) – Die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 würden rund 300 Millionen Chinesinnen und Chinesen das Skifahren schmackhaft machen. Mit dieser Prognose warb Xiaoguang Chen, Leiter der chinesischen Besuchsdelegation im Parlament, heute dafür, die bilateralen Beziehungen gerade im Bereich Wintersport noch mehr zu verstärken. Generell bestehe großes Potential im Ausbau der weiteren Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Volksrepublik, so Chen und nannte dabei auch die Bereiche Infrastruktur, Dienstleistungen und Umweltschutz. Immerhin habe China trotz verlangsamten Wirtschaftswachstums 2015 noch eine Wachstumsrate von 6,9 Prozent aufgewiesen. Der stellvertretende Leiter der Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes betonte überdies den kulturellen Sektor als wichtig zur Förderung der gegenseitigen Verständigung. Das zeige sich speziell in der Musik, stimmte Chen mit seinen österreichischen GesprächspartnerInnen überein.

Im Gespräch mit der bilateralen parlamentarischen Gruppe Österreich – China, vertreten durch die SPÖ-MandatarInnen Ingrid Winkler, Peter Wittmann und Johannes Jarolim, FPÖ-Abgeordneten Andreas Karlsböck und NEOS-Abgeordnete Claudia Gamon – bekannten sich beide Seiten dazu, die vor 45 Jahren aufgenommenen bilateralen Beziehungen zu intensivieren. Vorsitzender Wittmann unterstrich, mit seiner weltweit führenden Fachexpertise in Wintersport und Tourismus könne Österreich viel zum Erfolg der Olympiade 2022 beitragen. Als Gründungsmitglied der Asiatischen Entwicklungsbank habe die Alpenrepublik auch großes Interesse, Infrastrukturprojekte mit dem umfassenden Know-how heimischer Unternehmen zu unterstützen.

Zusammengesetzt aus Fachleuten verschiedener Gruppierungen berät die Konsultativkonferenz bei den Staats- und Regierungsgeschäften Chinas. Laut Delegationsleiter Chen trägt dieses staatliche Organ viel zur Konsensfindung bei, sei aber auch eine bedeutende Schnittstelle für außenpolitische Kontakte. (Schluss) rei

HINWEIS: Fotos von diesem Besuch finden Sie im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at.