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Parlamentskorrespondenz Nr. 619 vom 05.06.2016

Themenfelder:
Parlament allgemein
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/Sanierung/Ausweichquartier

Parlament: Breite Zustimmung zu Ausweichquartier aus dem Baukasten

Nationalratspräsidentin Bures: Bauweise in ökologischer und technischer Hinsicht am Puls der Zeit

Wien (PK) – Auf großes Interesse und einhellige Zustimmung stößt das Bausystem, mit dem die temporären Pavillons als Ausweichquartier während der Parlamentsgebäudesanierung errichtet werden. Im Rahmen einer internen Informationsveranstaltung konnten sich Abgeordnete und MitarbeiterInnen über Konzept, Materialien und Design des Ausweichquartiers im Detail informieren. MitarbeiterInnen der Lieferfirma Lukas Lang beantworteten dabei auch viele offene Fragen.

Nationalratspräsidentin Doris Bures freut sich über das durchwegs positive Echo: "Die ausgewählte Bauweise ist in ökologischer und technischer Hinsicht am Puls der Zeit. Das System ist auf Wiederverwendbarkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet und außerdem kostengünstig."

Drei Pavillons in Holzsteckbauweise

Auf dem Heldenplatz und im Bibliothekshof der Hofburg werden insgesamt drei Häuser in Holzsteckbauweise gebaut, in denen Büros und Sitzungslokale untergebracht werden. Der Auftrag dazu wurde nach einem EU-weit ausgeschriebenen zweistufigen Verhandlungsverfahren an die Strabag AG vergeben, die als Totalunternehmer fungieren wird. Die Generalplanung wird von Werkstatt Grinzing WGA ZT GmbH übernommen. Das Baukastensystem wurde von der Firma Lukas Lang Building Technologies GmbH entwickelt und wird von dieser geliefert.

Vorgefertigte, standardisierte Holzbauteile werden mittels Schraub- und Steckverbindungen an Ort und Stelle zusammengefügt. Das ermöglicht kurze Bauzeiten ohne Schmutz- und Lärmbelästigung. Eine Vielzahl an Design- und Kombinationsvarianten lässt individuelle Planung und industrielle Fertigung gleichermaßen zu. Die Raumaufteilung kann dank des modularen Systems jederzeit leicht und kostengünstig an veränderte Bedürfnisse angepasst werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Pavillons nach drei Jahren wieder abgebaut und die Bauteile können danach vom Hersteller großteils andernorts wiederverwendet werden.

Derzeit erfolgt die Planung auf Basis des vom Parlament erstellten Raum- und Nutzungskonzepts. Der Entwurf soll Ende Mai vorliegen. Im Frühsommer wird die Burghauptmannschaft die technische Infrastruktur (Strom, Wasser, Kanal, Datenleitungen etc.) errichten. Die Pavillons auf dem Heldenplatz werden jeweils drei Geschoße umfassen, der Pavillon im Bibliothekshof vier. Baubeginn wird Anfang Oktober sein, die schlüsselfertige Übergabe ist für April 2017 vorgesehen. (Schluss) red

HINWEISE: Fotos von der Informationsveranstaltung finden Sie im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at.

Aktuelle Informationen zur Sanierung des Parlamentsgebäudes finden Sie auf www.sanierung.parlament.at.