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Parlamentskorrespondenz Nr. 1014 vom 03.10.2017

Themenfelder:
Bundesrat/Parlament allgemein
Format:
Bundesrat
Stichworte:
Bundesrat/Mayer/Ehrenzeichen

Bundesratspräsident Mayer überreichte Ehrenzeichen an seine Amtsvorgänger Hammerl und Saller

Laudatio des ehemaligen NR-Präsidenten Andreas Khol zur Verleihung der Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern

Wien (PK) – Bundesratspräsident Edgar Mayer hat heute im Rahmen einer Festveranstaltung den ehemaligen Bundesratspräsidenten Gregor Hammerl und Josef Saller jeweils das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für ihre Verdienste um die Republik Österreich überreicht. Während der steirische Bundesrat Hammerl weiterhin als solcher aktiv ist, hat der Salzburger Politiker Saller nach langjähriger Zugehörigkeit zur Länderkammer sein Mandat mit Ende September zurückgelegt. Mayer begrüßte in seinen einleitenden Worten neben allen anwesenden aktiven und ehemaligen BundesrätInnen und PolitikerInnen die VizepräsidentInnen des Bundesrats, Ingrid Winkler und Ernst Gödl, alle Fraktionsvorsitzenden der Länderkammer sowie die Bundesvorsitzende des Österreichischen Seniorenbundes, Ingrid Korosec.

Khol: Verdiente Auszeichnung ist auch Zeichen der Anerkennung aller Seniorenorganisationen

Die Laudatio auf die beiden Würdenträger hielt der ehemalige Nationalratspräsident Andreas Khol. Beide höchst verdiente Empfänger dieser außerordentlichen Auszeichnung verbinde nicht nur, dass sie aus dem Arbeitnehmerbereich und dem öffentlichen Dienst kommen und auf Gemeindeebene und in der Personalvertretung tätig waren, sondern vor allem auch ihr breites gesellschaftliches Engagement und ihre Verdienste für den Seniorenbund. Das Leben beider war und ist geprägt vom Dienst für die Gemeinschaft und vom ehrenamtlichen Engagement, so Khol. Die Gesellschaft lebe insbesondere von Menschen, die wie Gregor Hammerl und Josef Saller fest verankert und nicht abgehoben sind und die Sorgen und Nöte der Menschen ernst nehmen. Die Auszeichnung sei auch ein Zeichen der Anerkennung aller Seniorenorganisationen in der täglichen Arbeit gegen Vereinsamung und für ein Leben in der Gemeinschaft, unterstrich der ehemalige Nationalratspräsident.

Sowohl Gregor Hammerl als auch Josef Saller betonten in ihren Dankesworten die große Bedeutung der Unterstützung, die sie in ihrer Arbeit im Ehrenamt von vielen Seiten erfahren haben. Auch wenn der Sozialbereich in Österreich gut funktioniere, auf die zu schauen, denen es nicht so gut geht, sei eine wichtige Aufgabe des Seniorenbundes, unterstrich Gregor Hammerl. Jeder Abschied sei zwar schwer, Saller zeigte sich aber hinsichtlich seiner Mandatsrücklegung nach 18 Jahren im Bundesrat überzeugt, dass seine Nachfolgerin die Arbeit bestens weiterführen werde. Wichtig sei für ihn immer gewesen, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, auch über Parteigrenzen hinweg.

Bundesrat Gregor Hammerl übernahm 1988 in Graz sein erstes öffentliches Mandat als Gemeinderat. Im Jahr 2000 wechselte Hammerl in den Landtag der Steiermark, dem er bis 2010 angehörte. Nach den Landtagswahlen 2010 wurde Hammerl in den Bundesrat berufen und übernahm im Jänner 2012 die Präsidentschaft über die Länderkammer. Bereits seit 1993 ist er Präsident des Hilfswerks Steiermark und seit 2009 Landesobmann des Steirischen Seniorenbundes.

Der zuletzt langjährige Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft und Forschung der Länderkammer, Josef Saller, war von 1979 bis 1989 Vizebürgermeister von Bischofshofen. Von 1989 bis 1999 war er Abgeordneter zum Salzburger Landtag. Mitglied des Bundesrates war Saller seit 1999, mit Ende September 2017 legte er nach 18 Jahren sein Mandat nun zurück. Die Präsidentschaft der Länderkammer übernahm Saller in der ersten Jahreshälfte 2016. Er ist außerdem seit 2002 Landesobmann des Salzburger Seniorenbundes.

Die Feier zur Überreichung der Ehrenzeichen mit musikalischer Umrahmung fand im Parlament - in den aus diesem Anlass überaus gut besuchten Maria Theresien Appartements in der Hofburg - statt. (Schluss) mbu

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie auf der Website des Parlaments unter www.parlament.gv.at/SERV/FOTO/ARCHIV.