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Parlamentskorrespondenz Nr. 925 vom 23.09.2020

Themenfelder:
Parlament allgemein/​Gleichbehandlung
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/​Sobotka/​Eder-Gitschthaler/​Bures/​Hofer/​Gebärdensprache

Internationaler Tag der Gebärdensprache: Mehr als 200 Stunden werden jährlich bei NR-Sitzungen gedolmetscht

NR-PräsidentInnen und Bundesratspräsidentin betonen Bedeutung des Angebots

Wien (PK) – "Gebärdendolmetscher leisten einen wesentlichen Beitrag dafür, dass unsere Plenarsitzungen barrierefrei stattfinden können", so Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka anlässlich des heutigen internationalen Tages der Gebärdensprache.  Ein herzliches Dankeschön richtete Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka an alle GebärdendolmetscherInnen für ihre herausfordernde Arbeit im österreichischen Parlament. Seit 2009 werden Sitzungen des Nationalrats und auch Veranstaltungen simultan in Gebärdensprache übersetzt.

Die Plenarsitzungen des Bundesrats werden ebenfalls gedolmetscht. "Gleicher Zugang zu Bildung, Beruf und Politik ist für Gehörlose keine Selbstverständlichkeit. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hat ihre Situation noch zusätzlich verschlechtert", so Bundesratspräsidentin Andrea Eder-Gitschthaler. Der internationale Tag der Gebärdensprache sei 2020 wichtiger denn je, um darauf hinzuweisen, dass durch die Bereitstellung von Übersetzungsdienstleistungen in Gebärdensprache Gehörlosen mehr Unterstützung bei der Nutzung verschiedenster Dienste und Leistungen im täglichen Leben gewährleistet werden muss.

"Die Demokratie lebt vom Dialog und der gleichberechtigten Teilhabe. Auch deshalb ist die Gebärdensprache ein unverzichtbarer Teil unseres Parlaments", ist Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures überzeugt. Dritter Nationalratspräsident Norbert Hofer sieht die Politik dazu angehalten, beim Setzen von Maßnahmen zum selbstbestimmten Leben die gehörlosen Menschen nicht zu vergessen. "Wer heute von Menschen mit Behinderung spricht, denkt dabei meist an Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Menschen mit Sinnesbehinderung werden meist außen vorgelassen. Der Tag der Gebärdensprache hat daher eine besondere Bedeutung. Es kann nicht oft genug auf diese Beeinträchtigung hingewiesen werden."

Der Welttag der Gebärdensprache ist ein internationaler Aktionstag, der jährlich am 23. September stattfindet. Er wurde 1951 von der World Federation of the Deaf (Weltverband der Gehörlosen) ins Leben gerufen. Seit der Angelobung der Abgeordneten Helene Jarmer im Juli 2009 gibt es regelmäßig Gebärdensprachdolmetschung im Nationalrat. Davor gab es vereinzelte Dolmetschung zu bestimmten Tagesordnungspunkten. Seit 2005 ist die Österreichische Gebärdensprache als eigenständige Sprache anerkannt. (Art. 8 Abs. 3 B-VG). Gedolmetscht werden im Parlament Nationalrats- und Bundesratssitzungen, Sondersitzungen, Enqueten und Sonderthemen. (Schluss) mar

HINWEIS: Fotos zum Thema finden Sie auf der Website des Parlaments.