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Parlamentskorrespondenz Nr. 1023 vom 28.09.2021

Themenfelder:
Parlament allgemein/​Außenpolitik
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/​Auschwitz/​Länderausstellung

Eröffnung der neuen österreichischen Länderausstellung im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau am 4. Oktober 2021

Gedenkfeier und offizielle Eröffnung mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka

Wien (PK) – Im März 1978 wurde im sogenannten Block 17 die erste österreichische Länderausstellung im ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager und nunmehrigen Staatsmuseum Auschwitz-Birkenau eröffnet. Damals präsentierte sich Österreich entgegen dem heutigen Geschichtsbild noch als "Erstes Opfer des Nationalsozialismus", die Mittäterschaft wurde weitgehend ausgeblendet. Die neue, historisch überarbeitete Länderausstellung "Entfernung – Österreich und Auschwitz" wird am Montag, dem 4. Oktober 2021 in Anwesenheit von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Zweiter Nationalratspräsidentin Doris Bures, Bundesratspräsident Peter Raggl, Außenminister Alexander Schallenberg, Europaministerin Karoline Edtstadler, Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer sowie dem Direktor des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau Piotr M. A. Cywiński eröffnet.

Begangen wird die Eröffnung der neuen Länderausstellung mit einer Gedenkfeier auf Einladung von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und dem Direktor des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau Piotr M. A. Cywiński.

Die Gedenkfeier im Staatsmuseum Auschwitz-Birkenau wird auf ORF 2 ab 14.30 Uhr in einer Sondersendung sowie auf der Parlamentswebsite live übertragen und im Nachhinein in der Mediathek on demand abrufbar sein. Fotos von der Eröffnung der neuen Länderausstellung werden auf der Parlamentswebsite am 4.10. zeitnah zur Verfügung gestellt.  

Neue Ausstellung "Entfernung – Österreich und Auschwitz"

Der Titel "Entfernung" der neuen österreichischen Ausstellung im Staatsmuseum Auschwitz-Birkenau steht nicht nur für die geografische Distanz zwischen Österreich und Auschwitz, sondern vor allem für die Entfernung der nach Auschwitz deportierten Menschen – aus Österreich und aus dem Leben. Neben dem Schicksal der österreichischen Opfer in Auschwitz und dem Widerstand von österreichischen Häftlingen im Konzentrationslager erzählt die vom wissenschaftlich-kuratorischen Team um Hannes Sulzenbacher und Albert Lichtblau sowie Architekt Martin Kohlbauer geschaffene neue Ausstellung vor allem auch die Involvierung von ÖsterreicherInnen als TäterInnen und HelferInnen an den dort begangenen Verbrechen.

Die Koordinierung der Neugestaltung der österreichischen Ausstellung im ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager und nunmehrigen Staatsmuseum Auschwitz-Birkenau  erfolgte durch die Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus Hannah M. Lessing sowie der Leiterin der Koordinierungsstelle im Nationalfonds Claire Fritsch und ihr Team. (Schluss) keg