Bundesrat Stenographisches Protokoll 662. Sitzung / Seite 36

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hier der gute Wille, übersichtliche und zusammengehörige Kompetenztatbestände zu finden, durchaus verwirklicht wurde.

Es kommt auch zu einer Zusammenfassung in einem großen Bildungsministerium, das von der Volksschule bis zur Hochschule reicht, das den gesamten Bereich der Kultur und Wissenschaft umfasst. Damit wurde zwar eine überaus schwierige und umfangreiche Aufgabe einem Minister – in diesem Fall einer Ministerin – zugewiesen, aber doch eine, die Sinn macht und die einsichtig ist.

Meine lieben Damen und Herren – so darf ich wohl heute sagen, da ich das letzte Mal an das Rednerpult des Bundesrates trete. Ich gehe, solange ich noch freiwillig gehen darf, ich habe mir schon vor zehn Jahren vorgenommen, dass ich, wenn ich das 60. Lebensjahr überschritten habe, gehe; nicht, weil man mit 60 alt wäre oder weil einem nichts Neues mehr einfiele, sondern einfach deswegen, weil ich nun einen neuen Lebensabschnitt gemeinsam mit meiner Frau antreten möchte und hoffe, dass ich noch so manches in anderer Rolle bewirken darf, wenn es mir gegönnt ist.

Und so geziemt es sich in dieser für mich letzten Sitzung nach zehneinhalb Jahren, doch ein herzliches Dankeschön an die gesamte Kollegenschaft hier im Bundesrat zu sagen. Zehn Jahre sind, wenn man die Fluktuation, die hier gegeben ist, bedenkt, eine lange Zeit, sodass man an eine gewaltige Zahl, und zwar nicht nur an 64 Personen, sondern wahrscheinlich an die Hundert, die in dieser Zeit kürzer oder länger hier im Bundesrat waren, zu denken hat. Ich danke all jenen, die mitgeholfen haben, der Sache des Föderalismus, unseren österreichischen Ländern einen Dienst zu erweisen.

Ich bedanke mich stellvertretend bei der derzeitigen Präsidentin, Frau Anna Elisabeth Haselbach.

Ich bedanke mich bei Herrn Vizepräsidenten Jürgen Weiss, von dem ich viel gelernt habe und der für mich als ehemaliger Bundesminister für Föderalismus und Verwaltungsreform stets eine Vorbildfunktion eingenommen hat und noch immer einnimmt.

Ich bedanke mich auch bei Herrn Vizepräsidenten Johann Payer.

Weiters bedanke ich mich bei den Fraktionsvorsitzenden, zunächst natürlich bei meinem Freund Ludwig Bieringer. Ich bedanke mich aber auch sehr herzlich für die kräftige, kollegiale Art des Professors Albrecht Konecny und die universitäre Art des Fraktionsvorsitzenden der Freiheitlichen Universitätsprofessor Dr. Peter Böhm.

Ich bedanke mich beim Bundesratsdienst, bei Dr. Walter Labuda und Dr. Alice Alsch-Harant und all den Mithelfern, die mir auch in dem halben Jahr meiner Vorsitzführung – in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 1997 durfte ich Präsident sein – sehr fair und liebenswürdig an die Hand gegangen sind.

Natürlich gilt mein Dank auch dem ÖVP-Klub mit Dr. Werner Zögernitz an der Spitze und stellvertretend für all die lieben Heinzelmännchen, die die vielen Handgriffe auch für mich immer gemacht haben, Klubsekretär Franz Prinz.

Ich denke in dieser Stunde natürlich an den so genannten Mr. Bundesrat, an Universitätsprofessor Dr. Herbert Schambeck, der die unglaublich lange Zeit von 28 Jahren dem Bundesrat angehört hat, davon 20 Jahre im Präsidium, und der dieser Körperschaft, dieser zweiten Kammer des Hohen Hauses, sicher in hohem Maße seinen Stempel aufgedrückt hat, obwohl ihn so mancher, der heute dieser Kammer angehört, schon nicht mehr kennt oder zumindest nicht mehr erleben durfte, wie er hier gewesen ist.

Ich denke auch sehr gerne an Herrn Vizepräsidenten Strutzenberger und Herrn Dr. Kapral.


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