tes, zukunftsweisendes Signal gibt. Darauf freue ich mich, und ich danke dem Martin Preineder dafür, dass er hier eine Initiative ergreift. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Bundesrates Mitterer.)
Heute – und das haben ja schon alle meine Vorrednerinnen und Vorredner sehr deutlich vorgebracht – stehen hier wichtige Gesetzesnovellierungen auf dem Programm. Das sind aber nicht nur Einzeldinge, von denen man sagt: Jetzt haben wir alles in ein Paket hineingebracht. Meine Meinung wäre die, dass wir über jeden dieser Punkte eine Extra-Debatte führen könnten. Aber es hat, glaube ich, auch einen Sinn, das in einem Paket zu diskutieren, weil es zeigt, dass jeder dieser Punkte für die gesamte Bildungsdebatte wesentlich ist. Ich werde versuchen, das in aller Kürze aufzuzeigen.
Erstens: Matura neu. Hier steht das Thema im Vordergrund – das ist angesprochen worden –: standardisierte Elemente. Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren – da sind wir uns alle, auch meine Vorrednerinnen und Vorredner, hier einig gewesen –, dass das einen Sinn macht, aber nicht nur, weil das bereits 22 EU-Staaten in ihren Konzepten drinnen haben, sondern weil das auch einen Sinn in Richtung Vergleichbarkeit hat. Und vor allem hat es einen Sinn – das ist auch angesprochen worden – in Richtung Kompetenzen-Orientierung.
Deshalb bin ich sehr froh darüber, dass die Materialien und Bücher jetzt auch dementsprechend abgestimmt werden. Es wurde schon gesagt: 1974, da liegt wohl etliche Zeit dazwischen. Aber ich bin auch froh darüber – und wir haben es in unserer Ausschusssitzung angesprochen –, dass im Nationalrat ein Entschließungsantrag betreffend barrierefreie Schulbücher und Unterrichtsmittel eingebracht worden ist.
Ich halte es für ganz, ganz wichtig, hier wirklich Acht darauf zu geben, dass auf jeden – egal, wo seine Stärken, aber auch seine Schwächen liegen, ich möchte gar nicht von Behinderung reden, sondern einfach davon, wo seine Schwächen im Leben liegen – Rücksicht genommen wird. Denn es kann nicht sein, dass jemand, der nicht hören kann, weil er taub ist, praktisch aufgrund eines Hörbeispiels irgendwelche Dinge erzählen soll, und, und, und. Das heißt, darauf ist bei ausgewählten Materialien Rücksicht zu nehmen, und so freue ich mich darüber, dass es das auch hier gibt.
Aber auch weitere Punkte: Sprachförderung, Sprachen und Sprachkompetenz, das ist, glaube ich, ein wirklich wichtiger Standard und ein wesentlicher Maßstab.
Oder – Frau Kollegin Mühlwerth hat es angesprochen – gerade was Berufsmatura und so weiter betrifft, Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Ausbildung, das halte ich für ganz wichtig, und in dem Zusammenhang auch, dass endlich – und da sind wir ja im Zusammenhang dessen, was das Hochschulgesetz 2005 betrifft –, wenn wir von Lehre reden, auch im Gesetz definiert wird, was damit gemeint ist, Aus-, Weiter- und Fortbildung, und dass wir das endlich als ein Gesamtpaket ansehen.
Oder, auch im Hochschulgesetz 2005: Welche Personen dürfen was tun? – Jetzt sage ich schon etwas, das möchte ich hier ein bisschen einschränkend sagen, ich habe es im Ausschuss auch gesagt: Da sind wir auf dem richtigen Weg, aber da sind wir noch nicht ganz weit. Jetzt habe ich ein bisschen den Eindruck, dass das – die Pädagogischen Hochschulen stehen sichtlich dahinter, auch konkrete Forderungen – nur so etwas wie Notfallparagraphen sind, weil wir hier lang und breit darüber diskutieren müssen, wer ein Institut leiten darf, und dass das eigentlich im Grunde nur ein Stammpersonal leiten darf. (Vizepräsident Mag. Himmer übernimmt den Vorsitz.)
Wissen Sie, wer heute nach wie vor zum Stammpersonal gehört? – Jemand, der eine Lehrerin oder ein Lehrer mit einem Lehramtszeugnis ist und mindestens vier Jahre an einer Schule unterrichtet hat. Das ist typisch ein altes Akademiegesetz. Da sind wir längst dran, da müssen wir längst einmal hergehen und sagen: Freunde, da gehört gesetzlich
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