jekte in allen österreichischen Bundesländern, mit einem Gesamtbudget von rund 14 Millionen. Es heißt immer, dass es vor allem Sakralbauten wären, die da gefördert werden, aber es sind weniger als die Hälfte davon Sakralbauten, mehr als die Hälfte sind sogenannte Profanbauten.
Ein weiteres Kapitel, das MuseumsQuartier, und auch der Punkt „Weitere Kulturangelegenheiten“ sind sehr interessant. Hier darf ich hoffentlich im Sinne von Präsident Kneifel die sogenannten EU-Kulturangelegenheiten herausgreifen. Im Jahr 2009 war ja Linz europäische Kulturhauptstadt, und man kann sagen, das ist eine große Erfolgsgeschichte geworden, mit einem Budget von zirka 69 Millionen; davon sind 20 Millionen vom Bund gekommen. Es wurden 3,5 Millionen Besucher in rund 7 700 Veranstaltungen bewegt. Es hat 2 Millionen Tagesgäste gegeben, und der Raum Linz hat rund 10 Prozent mehr an Nächtigungen erzielt. Hier kann man also wirklich von einer echten Erfolgsgeschichte für Linz sprechen.
Die Volkskultur wurde von der Kollegin Mühlwerth schon angesprochen. Allein diese Volkskultur wäre ein abendfüllendes Thema, aber es gibt auch sogenannte Schmankerln drinnen. Ich habe mir eine Projektförderung herausgegriffen – insgesamt hat es 141 000 € für Projektförderungen gegeben –, die sogenannten Schlernhexen, eine Volkstanzgruppe. Diese Gruppe war auf einer Kulturreise nach China zur Teilnahme am 11. China Shanghai International Arts Festival und wurde auch über dieses Projekt gefördert. All das kann man dem Kulturbericht entnehmen.
Etwas, was für die Jugendlichen interessant ist – und weil ich selbst Lehrer bin und es weiß, da ich mich noch selber an diese Aktion erinnern kann –, ist die Unterstützung der so genannten Wien-Aktion für die Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet mit rund 24 000 Teilnehmern. Zirka 5 000 junge EU-Bürger sind nach Wien gekommen, um Österreichs Bundeshauptstadt kennenzulernen.
Das letzte Kapitel, das, glaube ich, doch ein ernst zu nehmendes und sehr wesentliches Kapitel ist, ist der sogenannte Bereich der Restitution. Wir wissen, dass das sogenannte Kunstrückgabegesetz aus 1998 vorsieht, dass ein einjähriger Bericht des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur über die Rückgabe von Kunstgegenständen aus den österreichischen Bundesmuseen und Sammlungen vorgelegt werden muss; auch dieser ist angeschlossen. Unter dem Vorsitz von Präsident Clemens Jabloner wurden diese Beratungen geführt, das Gesetz wurde 2009 noch einmal novelliert und den Erfahrungen entsprechend verbessert.
2009 hat das Kunstrückgabegremium in 22 Fällen eine Empfehlung auf Rückgabe ausgesprochen. Wie in den Vorjahren ist in all diesen Fällen das Ministerium diesen Empfehlungen auch nachgekommen.
Lassen Sie mich zum Abschluss noch eine persönliche Anmerkung machen. Als ich 1998 einmal auf einer Reise in Peking war und zum Thema Österreich angesprochen wurde, das dort „Autili“ heißt, hat kein Mensch dort gewusst, wo Österreich ist. Es wurde aber dann mit New Year’s Concert, Mozart oder Strauß sofort erklärt. Das heißt, Österreich ist weit über seine Grenzen hinweg als hochqualifiziertes Kulturland bekannt. Ich glaube, es ist wichtig, dass es in Österreich auch die Rahmenbedingungen dafür gibt, dass die Kunst- und Kulturschaffenden in entsprechender Form unterstützt werden. Und wir wollen die Kultur und die Kunst in Österreich weiter als Fixstern erhalten, damit wir nicht mit einem Zitat von Karl Kraus enden müssen: Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen sogar Zwerge lange Schatten. – Ich bedanke mich. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
13.15
Präsident Gottfried Kneifel: Zu Wort gemeldet hat sich Frau Bundesministerin Dr. Schmied. Ich erteile es ihr.
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