BundesratStenographisches Protokoll807. Sitzung / Seite 95

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Aktion“. Dieses Programm ist auf sieben Jahre angelegt. Welchen Wert dieses Pro­gramm für die EU hat, sieht man daran, dass in den nächsten sieben Jahren 19 Milliar­den € investiert werden sollen.

Dieses Programm baut auf drei thematischen Schwerpunkten auf, einerseits auf der transnationalen Bildungsmobilität. Das hat es in den Jahren, seit Österreich in der EU ist, ja längst gegeben, und wir alle wissen, wie erfolgreich diese Programme sind. Ös­terreichische Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten studieren an anderen Schulen, studieren an ausländischen Universitäten. Wie oft höre ich, wenn ich mit Studenten rede, ich war jetzt ein halbes Jahr in Madrid, ich war ein halbes Jahr in Stockholm und wie erfolgreich wir da waren. Hier kann man nur eines sagen: Gra­tulation, dass es ein solches Programm überhaupt gibt. Da sollen in den nächsten Jah­ren weitere 5 Millionen € investiert werden.

Weitere Punkte sind die Unterstützung für Partnerschaften und Kompetenzen und die Unterstützung für politische Maßnahmen. Zielgruppe sind, wie immer, Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, aber auch Lehrkräfteausbildner und ‑ausbildne­rinnen.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung beziehungsweise aus der eigenen Schule, wenn eben Lehrer in den Sommerferien 14 Tage, also zwei Wochen, nach England zur Auf­frischung ihrer Englischkenntnisse fahren beziehungsweise dann dort auch 14 Tage studieren. Es gibt da auch den Lehreraustausch, den wir schon mit schwedischen be­ziehungsweise estnischen Schulen gemacht haben. Die Vorteile für die eigene Schule sind sehr groß, dies ist also sehr zu begrüßen. Meine Kolleginnen und Kollegen be­grüßen vor allem immer, dass sogar 80 Prozent der Kosten des Englandaufenthaltes gezahlt werden.

Wie antwortet unser Bundesministerium darauf? – Unser Bundesministerium will das österreichische Schulwesen weiter internationalisieren, und es will auch die Qualitäts­merkmale unseres Schulsystems erhöhen.

Was diese Internationalisierung anbelangt, denke ich an die große Aktion, die es be­reits seit vielen Jahren vom Unterrichtsministerium gibt, die Wien-Aktion: Die österrei­chischen Schülerinnen und Schüler lernen ihre Bundeshauptstadt kennen. Vielleicht eine Anregung: Da wir seit 1995 in der EU sind, wäre es gut, wenn Österreichs Schü­lerinnen und Schüler auch die EU-Hauptstadt Brüssel kennenlernen würden. Vielleicht wäre es möglich, ein Programm ähnlich jenem für Wien auch für Brüssel zu machen.

Ich kann auch hier wieder aus eigener Erfahrung sagen, ich fahre als Bürgermeister schon seit Jahren mit Jungbürgerinnen und Jungbürgern nach Brüssel, damit diese die EU-Hauptstadt und das EU-Parlament kennenlernen und dort auch mit Politikerinnen und Politikern sprechen können. Gerne erinnere ich mich an das wirklich beeindru­ckende Gespräch mit dem damaligen Kommissar Franz Fischler.

Welche Schwerpunkte gibt es noch? Es gibt die Förderung von grundlegenden Schreib- und Lesefähigkeiten. Die Frau Ministerin hat heute schon beim Beschluss zur NMS aufgezählt, was Österreich bisher getan hat, um die Lesefähigkeiten und die grundle­genden Schreibfähigkeiten zu fördern. Dann geht es weiters um die Förderung von Schlüsselkompetenzen. Damit werden Wissen und Kompetenz gesteigert, wodurch es, wie wir wissen, auch zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und zum Wachs­tum in der EU kommt.

Im Kultur- und audiovisuellen Bereich gibt es ein neues EU-Programm „Kreatives Europa“. Das ist ein Dachprogramm zur Förderung der Kultur-, Film- und Kreativbran­che. In den nächsten Jahren sollen da 1,8 Milliarden € investiert werden. Das ist im­merhin ein Plus von 54 Prozent.

 


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