BundesratStenographisches Protokoll816. Sitzung / Seite 152

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Trotzdem möchte ich mich kurz auf drei Punkte konzentrieren, und zwar als aktiver Unternehmer. Die wirtschaftliche Lage der Hotellerie in Österreich ist 2011 begünstigt gewesen. Durch die Entwicklung des internationalen Zinsniveaus ist es buchhalterisch gelungen, den Cashflow nach Zinsen positiver zu gestalten und vielleicht die Entschul­dungsdauer ein bisschen zu verkürzen. Vor allem gilt dies für die Vier-, Fünf-Stern-Kategorie, nicht für die Drei-Stern-Hotellerie, sondern für die größeren Betriebe. Wir werden versuchen, dieses Programm der Betriebsgrößenoptimierung auch in Zukunft weiter zu betreiben. Das ist eine Grundvoraussetzung, um auf dem internationalen Tourismusmarkt bestehen zu können.

Die zweite aus meiner Sicht ganz wichtige Situation, wo Österreich Gott sei Dank wie­der einmal Benchmark ist, ist die europäische Hotelklassifizierung Hotelstars Union. In­zwischen haben wir, glaube ich, zwölf europäische Länder dabei, womit wir versuchen wollen, in der nächsten Zukunft die Qualität für die Konsumenten sicherzustellen. Dort, wo vier Sterne draufsteht, soll in ganz Europa auch vier Sterne drinnen sein. Das ist unser Ziel. 70 Prozent des Inhaltes dieser Hotelklassifizierung stammen aus Öster­reich. In der Beziehung gilt österreichisches Know-how und auch österreichisches Ni­veau.

Dafür danke ich auch allen, die daran mitarbeiten. Auch die Frau Sektionschefin ist heute da. Danke auch für Ihre ständige Unterstützung und weitere Umsetzung der ös­terreichischen Tourismusstrategie!

Das Dritte, meine sehr verehrten Damen und Herren: Der Tourismus und vor allem die Hotellerie in Österreich stehen nach wie vor im internationalen Wettbewerb, und wir müssen auf neue Rahmenbedingungen verstärkt eingehen. Eines dieser Probleme, die uns immer stärker betreffen, ist natürlich die Bewertung. Was für den Finanzmarkt die Ratingagentur ist, ist für den Tourismus die Bewertungsagentur HolidayCheck – Sie werden das alle kennen, Sie werden vereinzelt auch über Booking.com gebucht ha­ben –, was zur Folge hat, dass wir einen internationalen Preisdruck haben, wo unsere Kosten nicht mehr refinanzierbar sind.

Ich denke, dem müssen wir uns entgegenstellen, indem wir eine gewisse Preisdisziplin beweisen und uns in der Qualität weiter so verbessern, damit wir auch auf diesem Ge­biet Marktführer bleiben. Was die Qualität betrifft, was das Angebot betrifft und was vor allem die österreichische Gastlichkeit betrifft – all das ist nach wie vor ein Benchmark, der zu unseren Gunsten spricht.

Ich möchte heute auch nicht verhehlen, dass wir nach wie vor große Probleme auf dem Gebiet des Arbeitsmarktes haben. Ich konnte vorige Woche Gott sei Dank mit Interven­tion auch der WKO, Sparte Tourismus, beim Sozialminister einen Kontingentnachtrag von 35 Drittstaatengenehmigungen für die Ski-WM in Schladming erreichen. Wir sind sehr dankbar dafür, denn das wird es den Betrieben zumindest erleichtern, die nächste hoffentlich gute Wintersaison zu überstehen

Zum Schluss: Ich glaube, wir werden mit der alpinen Skiweltmeisterschaft in Schlad­ming ein weiteres Zeichen setzen, dass Österreich im Wintertourismus die Nummer eins ist.

Wir nehmen den Bericht gerne zur Kenntnis. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)

17.15


Vizepräsident Mag. Harald Himmer: Ich darf zur Präzisierung erwähnen: Wir haben noch 61 offene Redner; ohne die Wortmeldungen von der Regierungsbank aus.

Zu Wort gelangt Frau Vizepräsidentin Mag. Kurz. – Bitte, Frau Kollegin.

 


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