BundesratStenographisches Protokoll839. Sitzung / Seite 19

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fentlichen Verkehr im ländlichen Raum? Oder: Wie ist das mit dem Ausbau des Breit­bandes?, um ein anderes Beispiel zu bringen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen der SPÖ-Fraktion, Sie tun, das sage ich ganz klar, auch dem Bundesrat nichts Gutes, wenn wir bei den Möglichkeiten, die wir haben, nicht die wirklich großen Probleme hier besprechen. Sie tun damit dem Bundesrat nichts Gutes! Es wird immer von der Aufwertung des Bundesrates geredet, aber damit werten Sie ihn ab, das möchte ich ganz klar sagen. (Beifall bei der ÖVP. – Bundesrat Todt: Ich neh­me das zur Kenntnis!) Ja. Ich möchte das nur ganz klar sagen (Bundesrat Todt: Es ist Ihnen nicht wichtig, dass es um Fahrgastrechte geht!), denn es ist tatsächlich ein The­ma, das wichtig ist, aber es ist im Gesamtkontext ein Randthema. (Bundesrat Todt: Das ist Ihnen nicht wichtig! Wir nehmen zur Kenntnis, was Sie sagen!) – Sie müssen zuerst einmal zuhören lernen, damit Sie wissen, was ich am Anfang gesagt habe (Zwi­schenruf der Bundesrätin Mühlwerth), nämlich: Es gibt Themen, die Millionen betref­fen, und es wäre besser, die Aktuelle Stunde für diese großen Themen zu nutzen.

Eines ist unbestritten, die Zukunft, das nächste Jahrzehnt ist ein Jahrzehnt des öffent­lichen Verkehrs, da bin ich mir ganz sicher. Das hat mehrere Gründe: Ein Grund dafür ist – warum werden immer mehr umsteigen und umsteigen müssen? – die Kostenfra­ge. Es ist tatsächlich so: In vielen Bereichen schneidet, wenn man sich die Kosten des Individualverkehrs und des öffentlichen Verkehrs durchrechnet, der öffentliche Verkehr kostenmäßig besser ab. Und es wird immer mehr Menschen geben, die sich ein Auto vielleicht gar nicht leisten können, vor allem wenn sie im städtischen Bereich zu Hause sind, weil allein der Parkplatz teuer werden kann.

Der zweite Grund ist das Bewusstsein. Immer mehr Menschen haben ein größeres öko­logisches Bewusstsein und nutzen daher für immer mehr Strecken den öffentlichen Ver­kehr, und das ist – das sage ich als passionierter Nutzer dieser Verkehrsmittel – gut so.

Das, was den öffentlichen Verkehr auch einen wahnsinnigen Schub nach vorne bringt – das muss man auch ganz klar sagen –, ist eben die Verknüpfung, die organisatorische Verknüpfung mit dem Internet, nämlich immer aktuell zu wissen: Wann geht mein nächster Zug? Ist er pünktlich? Habe ich irgendwelche Turbulenzen zu erwarten? Das macht den öffentlichen Verkehr noch zusätzlich attraktiv, und das wird vorzüglich ge­nutzt! Viele von euch haben hoffentlich die Apps drauf – in Wien und in Graz oder wo auch immer Sie zu Hause sind –, um eben diese Vorzüge der Pünktlichkeit, der Infor­mation zu nutzen.

Ich muss hier wirklich auch Herrn Krusche in diesem Fall widersprechen. Ich weiß nicht, wie oft du, Herr Kollege Krusche, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und im Zug un­terwegs bist, aber ich muss sagen – und da bin ich als Schwarzer jetzt, glaube ich, un­verdächtig –, das Service, das von den ÖBB geboten wird, ist vorzüglich. (Bundesmi­nister Stöger: Danke!)

Ich habe auf meiner heutigen Fahrt hierher bewusst mit dem Schaffner – „Schaffner“ sagt man, glaube ich, nicht mehr –, mit dem Zugbegleiter gesprochen und gefragt, wel­che Beschwerden an ihn von den Fahrgästen herangetragen werden. Nur selten ist es das zu späte Ankommen. Warum? – Weil die Pünktlichkeitsstatistik tatsächlich gut ist. Was aber zum Beispiel zu Beschwerden führt – da würde ich gerne fast miteinstim­men –, ist das Fehlen von gewissen Serviceleistungen, die man sich erhofft, die man sich aber natürlich nicht immer erwarten darf, wie zum Beispiel Internet im Zug. Inter­net im Railjet geht teilweise gut, teilweise nicht gut. Und da gibt es auch die meisten Beschwerden, die allerdings nicht ersatzfähig sind.

Ich komme ja aus der Steiermark, und ich bin übrigens an dem Samstag, als in Frohn­leiten die Brücke zusammengebrochen ist, auch mit dem Zug gefahren, zwar schon einige Stunden vorher, aber auch da muss ich großes Lob an das Management der


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