BundesratStenographisches Protokoll839. Sitzung / Seite 116

HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite

weiligen Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung gestellt wird. Auch dafür, dass das ge­lungen ist, ein Danke.

Gerade jetzt habe ich manchmal das Gefühl, dass es die Schulpartner sind, die das eine oder andere Mal Ängste schüren, anstatt zu beruhigen. Das macht es nicht leicht, das ist keine Frage. Wenn dann irgendwo Kleinigkeiten, wie dieser Tippfehler, auftau­chen, ist das, glaube ich, kein Drama. Es passiert jedem. Auch Ihnen ist das passiert. In dieser Dringlichen Anfrage gab es zwar keinen Grammatikfehler, aber vier Forma­tierungsfehler, drei Beistrichfehler und zwei Wörter haben gefehlt. Das ist nicht wichtig, aber nachgeschaut haben wir. Dennoch werden so Kleinigkeiten zu Dramen hochsti­lisiert. Es tut, glaube ich, den Schülerinnen und Schülern nicht wirklich gut, wenn sie hier verunsichert werden oder wenn jemand sie verunsichert. Wir wollen alle, dass die­se Matura gut geht, und ich bin überzeugt, dass sie gut gehen wird.

Wir haben eine interne Gruppe eingerichtet, und im Übrigen lassen wir diese Abläufe bis 2016 natürlich noch von außen mittels Prozessmanagement begleiten, damit wir jeden Schritt von den Abläufen auch im Vorhinein gut bewerten und beurteilen können, sodass nichts passiert, was zu großer Aufregung führen könnte.

Bevor ich die einzelnen Fragen beantworte – zum Teil habe ich es schon in meiner Einleitung erledigt –, wollte ich nur sagen, dass noch große Reformprojekte anstehen, denn das sind noch nicht alle, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. Gerade bei den Kleinen – Elementarpädagogik, Grundschulpädagogik – gehört noch einiges getan.

Gerade das Papier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, das der Bildungsreformkommis­sion vorgelegt wurde, wird uns noch viele Diskussionen bescheren. Da geht es darum, dass Schulstandorte autonom agieren sollen, und nicht um die Klein- und Kleinstschule als autonomer Standort. Das wurde natürlich auch missinterpretiert und gesagt, dass ich gerne Klein- und Kleinstschulen zusperren würde. Nein, das Papier sieht vor, grö­ßere Einheiten unter eine Verwaltung mit Unterstützungspersonal zu stellen, damit Ef­fizienzen gehoben und Verwaltungsabläufe minimiert werden, die Bürokratie aus den Klassenzimmern ganz einfach wegkommt, damit mehr Zeit für Schülerinnen und Schü­ler aufgewendet werden kann.

Das wird noch ein Riesending, wenn wir uns dem nähern und die nächsten Schritte ge­hen.

Das heißt: Bildungsreformen gibt es immer wieder. Natürlich kann man nie sagen, dass man bei einem Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz ab dem ersten Lebens­jahr, wie es die skandinavischen Länder haben, beginnt und irgendwann bei der Er­wachsenenbildung endet. Dazwischen muss es immer wieder Möglichkeiten geben, Re­formen anzugehen und durch Evaluierungen zu erkennen, was gut gelaufen ist, was weniger gut gelaufen ist. Auch Schulversuche sind dazu geeignet, auszuprobieren, ob sich etwas für das Regelschulwesen eignet. Das gebe ich bei der Neuen Mittelschule durchaus zu.

Seit 40 Jahren würden sehr fortschrittliche Lehrerinnen und Lehrer eine verbale Beur­teilung einer Notengebung vorziehen. Das haben wir mit dem Koalitionspartner noch nicht geschafft. Bei der Schulautonomie werden wir es schaffen, rund 2 000 Schulver­suche – ich habe das heute schon einmal gesagt – abzuschaffen, weil man dann end­lich Noten oder nicht geben kann, wie die Schule das möchte, und sich dann dieser Bü­rokratieaufwand als obsolet erweisen würde.

Ich will damit sagen, dass größere und kleinere Reformen der Überprüfung bedürfen – das ist keine Frage – und dass, wenn Möglichkeiten durch Evaluierungen erkannt wer­den, sich etwas verändert. Das sollten wir dann gemeinsam tragen und tun. Bei der Neuen Mittelschule habe ich einen Vorschlag gemacht, das werde ich bei der Beant-


HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite