beit zu schreiben. (Bundesrätin Mühlwerth: Woher weißt du das?) – Na, weil ich im Schulbetrieb lebe. (Bundesrätin Mühlwerth: Ah so, bei dir an der Schule klappt alles!)
Wir sind eine Schule mit über 1 000 Schülerinnen und Schüler. Wie viele Schulen haben sich denn beschwert, Frau Kollegin? Wie viele? Wie viele Schulen haben sich bei Ihnen beschwert? Das frage ich mich. Von den 332 Schulen, die jetzt zur Zentralmatura verpflichtend antreten, wie viele haben sich beschwert? Eine, zwei? Und die anderen 330 haben das alles tadellos gemacht.
Ich finde das eigentlich unglaublich, denn Sie alle sprechen meinen Kolleginnen und Kollegen, den Lehrerinnen und Lehrern die Kompetenz ab, etwas, worüber sie seit Jahren Bescheid wissen, ordnungsgemäß durchzuführen. Sie sprechen Ihnen die Kompetenz ab, die Schülerinnen und Schüler so vorzubereiten, dass sie eine ordentliche Matura abliefern. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Wieso maßen Sie sich das an? Ich finde das unglaublich! (Beifall bei der SPÖ. – Bundesrätin Mühlwerth: Also hat es keine Panne beim Text gegeben und auch sonst keine Pannen?!)
Zur Textfrage habe ich schon ganz am Anfang gesagt, dass es mir völlig unverständlich ist. Ich bin selbst Deutschlehrerin und weiß nicht genau, wer diesen Text ausgesucht hat. Aber so etwas kann auch mal passieren. (Neuerlicher Zwischenruf der Bundesrätin Mühlwerth.)
Ich möchte die Lehrerkollegen oder Eltern fragen: Ich glaube, alle haben schon einmal gehört, dass bei einer Matura bisher auch etwas schiefgegangen ist, oder? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Es gibt nicht die Vollendung, die schlussendliche, die hundertprozentige, auch bei bisherigen Maturafragen hat es Schreibfehler gegeben. Es hat Maturafragen in Mathematik gegeben, die schlichtweg falsch waren. Es hat keine Lösung gegeben, weil die Angabe falsch war. All das hat es gegeben. Und das eine oder andere Mal wird es weiterhin irgendein Problem geben, aber viel weniger als bisher, denn zentralgesteuert ist immer noch besser; auf jeden Fall!
Ich möchte jetzt noch auf die drei Punkte eingehen, die angeblich alle viel zu wenig sind. Sie sagen, es gibt zu wenig Vorbereitungszeit für die mündliche Matura.
Jetzt gibt es diese zusätzlichen Tage zur Vorbereitung auf die schriftliche und mündliche Matura – es sind zwar nicht viele, aber es gibt welche –, und zwar deshalb, weil die SchülerInnen plötzlich irgendwie durch eine Verunsicherung, von wem auch immer, das Gefühl gehabt haben, sie könnten womöglich zu wenig erfahren.
Ehrlich gesagt frage ich mich schon, wieso man das glaubt. Es ist ja nichts Neues, dass sie in Deutsch oder in Englisch oder in Mathematik antreten müssen. Die SchülerInnen werden ja ein ganzes Schuljahr lang darauf vorbereitet. Auch dass sie mündlich zu drei Maturafächern antreten müssen, wissen sie schon einige Zeit; und sie suchen sich nicht die Fächer aus, die sie nicht mögen und nicht können. – Nein! Sie suchen sich die Fächer aus, die sie mögen und können, in denen sie gut sind. Insofern, denke ich mir, könnte man ihnen schon zutrauen, dass sie wissen, was zu lernen ist, um dann bei der Matura, bei der Reifeprüfung auch durchzukommen.
Außerdem erhalten sie ohnehin die Betreuung der Lehrerinnen und Lehrer, die ja sowieso das Ziel haben, ihre Schülerinnen und Schüler durchzubringen – nicht nur durchzubringen, sondern gut abschneiden zu lassen, denn der „Typ“ von Lehrerinnen und Lehrer, der versucht, sie durchfallen zu lassen, ist dem Aussterben schon ziemlich nahe. Gott sei Dank!
Was haben wir noch zu wenig? – Neuerdings gibt es zu wenig Literatur bei der Zentralmatura. Es gibt viel zu wenig Literatur im Gegensatz zu früher, behaupten die Menschen, die es eigentlich wissen müssten oder auch nicht, in den Medien. Früher waren
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