sen, damit sie eine bestimmte Ausbildung erhalten können. Und dann ist es natürlich oft, oder leider sehr oft, der Fall, dass diese jungen Leute nicht mehr zurückkommen. Sie gehen dann nicht nur uns im Innviertel als Bürgerinnen und Bürger ab, sondern natürlich auch der Wirtschaft – daher die Notwendigkeit dieser Fachhochschule.
Jetzt hat aber aus unerklärlichen Gründen vor Kurzem ein Vertreter Ihrer Partei in einer Aussendung einen Stopp für weitere Gespräche angekündigt. Grund dafür, so hat er angegeben, sei die Wahl im Herbst und dass dieses Thema kein Wahlkampfthema sein soll. Jetzt stelle ich mir schon die Frage, Herr Landeshauptmann, wer bei dieser Wahl profitieren soll, wenn alle Parteien an einem Tisch sitzen und gemeinsam an einem Strang ziehen. Da muss ich mir schon die Frage erlauben, Herr Landeshauptmann: Wie ernst meint es die ÖVP, oder die ÖVP im Innviertel, mit dem Vorhaben Fachhochschule für das Innviertel wirklich?
Daher jetzt, wie gesagt, meine Verwunderung. Und gerade dieser Abgeordnete ist jetzt gemeinsam mit anderen, aber auch mit Ihnen in der Mitte in der regionalen Presse abgebildet und fordert die besten Schulen für das Innviertel und auch die Fachhochschule.
Herr Landeshauptmann, ich bitte Sie eindringlich: Überzeugen Sie zuerst Ihre Abgeordneten von der Notwendigkeit einer Fachhochschule für das Innviertel! Wir, alle anderen Parteien, sind tief davon überzeugt, dass wir sie brauchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Als letzter kurzer Punkt – Sie werden vielleicht, weil ich eben gerade in Ihrer Nähe bin und die Möglichkeit habe, ein paar Sätze dazu zu sagen, schon darauf warten – eine Anmerkung zum Landeskrankenhaus Schärding, wirklich nur ganz kurz: Die Auswirkungen der Spitalsreform sind ein Thema, das ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit immer wieder angesprochen habe, und glauben Sie mir, Herr Landeshauptmann, ich werde das immer wieder tun, bis auch in Schärding wieder eine regionale ambulante Erstversorgungsstelle rund um die Uhr für die Bevölkerung vorhanden ist.
Ich möchte hier schon betonen, dass das Landeskrankenhaus Schärding ein von der Bevölkerung sehr, sehr geschätztes, gutes Krankenhaus ist, wo gute Arbeit geleistet wird, und wir können stolz auf unser Krankenhaus sein. Aber leider haben die Auswirkungen der Spitalsreform mit sich gebracht, dass die spitalsärztliche Grundversorgung – angesprochen sei hier die Unfallambulanz – nicht mehr gegeben ist.
Uns ist allen klar – ich glaube, darin sind wir uns alle einig –, dass nicht in jedem Krankenhaus Herzoperationen durchgeführt oder irgendwelche sonstigen fachspezifischen Dinge gemacht werden können, aber gerade im Ambulanzbereich, in der Erstversorgung ist, glaube ich, ein entsprechendes Angebot schon notwendig, und das haben sich die Bürgerinnen und Bürger draußen in der Region, speziell im Bezirk Schärding, auch verdient, dass dort rund um die Uhr eine solche Erstversorgung gegeben ist.
Ich muss auch sagen – und dafür bedanke ich mich –, dass sich in der Zeit seit der Spitalsreform, die ja alle Parteien im Land Oberösterreich mitbeschlossen haben – darauf wird sicher wieder hingewiesen, darum sage ich es gleich selber –, schon sehr viel geändert hat. Es ist jetzt auch schon am Wochenende diese Unfallambulanz von 7 Uhr bis 19 Uhr aufgesperrt. Aber ich bitte Sie, Herr Landeshauptmann, ich fordere Sie auf, sicherzustellen, dass in Zukunft auch im Innviertel, im Bezirk Schärding diese Unfallambulanz 24 Stunden sieben Tage in der Woche offen ist. Die Bürgerinnen und Bürger in Schärding haben sich das verdient! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
10.08
Präsident Gottfried Kneifel: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Bundesrat Brückl. Ich erteile es ihm.
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