BundesratStenographisches Protokoll854. Sitzung / Seite 8

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an der Erbauung der Eisenbahnstrecke samt Tauerntunnel beteiligt waren, die aus Eu­ropa kamen, zuhauf aus Italien, so waren es danach die vielen Eisenbahner, die in Mallnitz stationiert waren. Natürlich muss man feststellen, dass die Technologisierung da­zu beigetragen hat, dass statt damals, in den sechziger Jahren, nahezu 350 Arbeitern jetzt nur mehr an die 20 Arbeiter bei der Eisenbahn beschäftigt sind.

Dennoch profitiert dieser Bahnhof im Mölltal von der damaligen Entscheidung hinsicht­lich Trassenführung, denn es ist eine internationale Expresszugstation. Von Mallnitz ist man in kürzester Zeit im Süden, in Spittal oder weiter in Italien oder über die Hohen Tauern in Salzburg oder in den Herkunftsländern unserer Touristen wie zum Beispiel in den Beneluxländern oder in Deutschland.

Das Beispiel Mallnitz zeigt, dass infrastrukturelle Maßnahmen langfristige Auswirkun­gen haben. Daher bedarf deren Planung besonnener und wohl überlegender Entschei­dungsträger.

Mit unserem Bundesminister Mag. Jörg Leichtfried haben wir genau so einen Mann nunmehr an der Spitze des Infrastrukturministeriums. Vor allem bringt er etwas mit, das heute unabdingbar ist: Er kennt das Thema Infrastruktur als ehemaliger Verkehrslan­desrat der Steiermark aus der regionalen Sicht und als ehemaliger EU-Parlamentarier mit Schwerpunkt Verkehr aus der europäischen Perspektive. Und genau diese Zusam­menschau von regionalen Problemstellungen und europäischen Vorstellungen ist not­wendig, wenn man Themen wie die Transitproblematik, die Umweltbelastung durch in­ternationalen Straßenverkehr, die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene, die sanf­te Mobilität, Elektromobilität, den attraktiven öffentlichen Verkehr in der Zukunft, die finanzielle Beteiligung der EU bei großen Projekten wie dem Brenner Basistunnel, den Ausbau der europäischen Verkehrsachsen, das Thema Straßenmaut sowie das bereits lange diskutierte Thema Gigaliner seriös und erfolgreich abhandeln will.

Somit befindet sich das Infrastrukturministerium bei Jörg Leichtfried in den besten Hän­den, davon bin ich, sind wir felsenfest überzeugt.

Es ist aus Kärntner Sicht beruhigend, zu hören – und alle, die wir hier herinnen sitzen, sind wir ja auch Ländervertreter –, dass er neben dem Semmering und Brenner Basis­tunnel auch am Koralmtunnel festhält. Dieser Tunnel ist aus regionaler Sicht von enor­mer Bedeutung, denn durch ihn wird die Strecke Graz-Klagenfurt in 45 Minuten be­werkstelligbar. Nicht nur die Kärntner und Kärntnerinnen, sondern vor allem die in Graz studierende Bevölkerung wird es ihm danken.

Noch dazu wurden unter dem ÖBB CEO und jetzigen Bundeskanzler Christian Kern rund 2 Milliarden € an Investitionen bis 2021 für Kärnten fixiert. Das ist ein enormer Schub für unser Bundesland Kärnten als Verkehrs-, Wirtschafts- und Infrastrukturstand­ort gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen sich Kärnten befindet. Damit werden in weiterer Folge 30 000 Arbeitsplätze abgesichert. Das heißt, es fließen 1,9 Milliar­den € in die Schieneninfrastruktur und circa 60 Millionen € in den Nahverkehr.

In weiterer Folge werden auch heuer vonseiten der ASFINAG 53 Millionen € noch in die Straße investiert. Wer durch Kärnten fährt, muss teilweise leidvoll feststellen, dass es dort zu Staus kommt, aber die Tunnel müssen saniert werden. Wir wissen auch, und das ist auch fixiert worden, dass dort 580 Millionen € bis 2021 investiert werden.

Eines der wichtigsten Themen ist der Karawankentunnel, das ist, wie wir wissen, ein Nadelöhr. So wie es ausschaut, so hat es uns zumindest der ASFINAG-Vorstand Schedl mitgeteilt, steht der Beginn des Vollausbaus mit 2017 fest, damit wir den Tunnel dann schlussendlich 2023 gemeinsam mit Slowenien eröffnen können.

Erfreulich ist auch zu hören, dass dem Herrn Bundesminister neben der Verkehrssi­cherheit auch die gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen des Verkehrs ein


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