BundesratStenographisches Protokoll855. Sitzung / Seite 80

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dann sieht man, dass der Anteil am BIP in etwa 7 oder etwas über 7 Prozent beträgt. Fleißige Menschen arbeiten. Wenn man die Unselbständigen und die Selbständigen zusammenzählt, dann sind es beinahe 160 000, die in diesem Wirtschaftszweig arbeiten. Dazu braucht es, was wir heute auch schon gehört haben, die politischen Voraus­setzungen, die Rahmenbedingungen, damit Unternehmerinnen und Unterneh­mer das in Kauf nehmen, damit sie dadurch auch Wertschöpfung aus ihren Unterneh­mun­gen gewinnen. Ich möchte aber auch erwähnen, dass eben viele andere Bereiche auch dabei sind: die Landwirtschaft wurde schon angesprochen, die Landschafts­pflege, über Infrastrukturmaßnahmen der Gemeinden und der Länder hinaus, damit die Landschaft auch schön und erreichbar wird.

Mein Vorredner hat es auch angesprochen: Es ist eine riesige Chance für den länd­lichen Bereich. Da gehört noch mehr getan. Wir wissen, dass der Städtetourismus zunimmt, für den ländlichen Bereich sollte man ins Auge fassen, noch mehr zu tun.

Es gibt aber auch Probleme, wenn man die Beschäftigung ansieht, das hat Kollegin Dr. Reiter sehr gut herausgearbeitet, aber sie hat auch gesagt, wie viel es eigentlich rundherum braucht, damit man Tourismus in Österreich erfolgreich betreiben kann. Die Zuwächse bei den Nächtigungszahlen sind bereits angesprochen worden. Natürlich ist es interessant: Die Welt ändert sich, es gibt andere Märkte, die sich öffnen, und welche, die sich schließen.

Der Punkt Sicherheit – Österreich als sicheres Land – wurde angesprochen. Das trägt natürlich dazu bei, dass die Leute gerne Urlaub in Österreich machen, das ist auch ein Faktor, aber dazu gehört natürlich noch viel, viel mehr. Die Gastfreundschaft, die in Österreich, in den Bundesländern gepflegt wird, ist natürlich hervorzustreichen. Diese Arbeit bringt uns Erfolg ein.

Ich möchte hier kurz erwähnen, dass wir mit Kollegen David Stögmüller vor Kurzem mit einer parlamentarischen Abordnung zur Zeit der Diskussion über den Brexit in London waren. Da haben wir sehen dürfen, dass neben der Österreich Werbung auch die Botschaft dort super Arbeit für Österreich macht. Ich möchte die Gelegenheit nützen, das zu erwähnen und darauf aufmerksam zu machen, dass die Botschaften in anderen Ländern für Österreich eine tolle Werbung machen und eine gute Arbeit verrichten.

Ich darf ein bisschen auf die Steiermark zu sprechen kommen. Kollege Krusche hat im Ausschuss gesagt: Die Marketingmaßnahmen sind noch zu wenig gebündelt. Wir haben ja die Österreich Werbung, und er hat gemeint, alles auf dieser Plattform. Ich bin selbst fast ein Jahrzehnt lang Tourismusobmann, Regionalobmann gewesen. Wir haben versucht, in drei Bezirken die Qualität zu steigern und auf eine Marke hinzuar­beiten. Das heißt, die Österreich Werbung ist für uns das, was aus Österreich auf den Marktplatz der Welt hinausgeht. Die Länder selbst müssen Werbung für das machen, was innerhalb Österreichs geschieht, beziehungsweise mit der Österreich Werbung zusammenarbeiten; aber die kleinen Tourismusverbände, da stimme ich zu, gehören in eine Destination zusammen, damit eben diese Mittel gut eingesetzt werden können.

Wir haben ein bisschen mehr an Nächtigungen als Kärnten, 11,8 Millionen waren es, eben 190 000 mehr in der Steiermark. Das macht uns besonders stolz, weil wir nach Wien auf Platz zwei gelandet sind, was dieses Plus bedeutet. Schon über Jahre geht die Aufenthaltsdauer zurück, da ist sicher anzusetzen. Man merkt, dass in Privatunter­künften die Aufenthaltsdauer noch ein bisschen länger ist als in den gewerblichen Betrieben, aber dieser Trend sollte gestoppt werden, damit die Wertschöpfung auch höher sein kann.

Wir sehen bei Vier- und Fünfsternebetrieben, dass pro Jahr ein Zuwachs von 3 Prozent verzeichnet wird, während wir in den Kategorien darunter, also bei Zwei- und Ein­sternebetrieben, ein Minus von 3,5 Prozent zu verzeichnen haben; deshalb sind die


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