men unmittelbar in Kanada. Das sind keine Großunternehmen, sondern durchwegs mittelständische Unternehmen, die in Kanada aktiv sind. Es sind also nicht die Konzerne, sondern die mittelständischen Unternehmen, die diese Abkommen brauchen.
Schauen wir uns auf der anderen Seite kanadische Unternehmen bei uns in Österreich an. Sie wurden schon genannt. Darunter sind die Firmen Bombardier, Magna, BRP-Rotax. Gemeinsam beschäftigen sie 20 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch da geht es uns wieder um diese Arbeitsplätze, die Innovation, den Fortschritt und die Entwicklung in diesen Unternehmen. Diese drei Unternehmen alleine investieren sehr viel in Forschung und Entwicklung. Sie haben Innovationsstandorte. Sie bringen Produktion zurück nach Österreich, die schon verloren geglaubt war. Es entstehen dabei nicht nur die ganz hochwertigen Arbeitsplätze, sondern Arbeitsplätze für alle Österreicherinnen und Österreicher in diesen Unternehmen. Ich bedanke mich bei diesen Unternehmen und auch bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Lassen Sie uns zum nächsten Thema gehen, nämlich zum Thema hohe Standards: Das vorliegende Abkommen sichert hohe Standards im Lebensmittelbereich sowie in den Bereichen Produktion, Verbraucherschutz, Gesundheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz. Es ist ein hochqualitatives Abkommen. Auch was die Daseinsvorsorge betrifft, sind die öffentlichen Dienstleistungen, wie schon erwähnt, sichergestellt, auch dafür ist Vorsorge getragen. Die hohen Standards, die wir haben, und die Rechtssicherheit, all das ist sehr wichtig und ist in diesem Abkommen sichergestellt.
Wenn Zölle wegfallen, ist das immer etwas Gutes. Gerade jetzt, kurz vor der EU-Ratspräsidentschaft, ist es Zeit, ein Signal zu senden, nämlich in dieser Verantwortung für die Menschen in Europa, die darauf hoffen, dass wir es schaffen, mit anderen Regionen Handel zu treiben, und die darauf setzen, dass wir Zölle abbauen und nicht, wie jemand in den USA, Zölle schaffen. Wie richtig gesagt wurde, führen Zölle immer nur dazu, dass es teurer wird. Es wird teurer für den Konsumenten, es wird teurer für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen, die ihre Gehälter für Produkte ausgeben müssen. Darum ist es so gut und wichtig, dass Zölle durch dieses Abkommen wegfallen, nämlich 100 Prozent bei Industriewaren und 95 Prozent bei Agrarwaren.
Wenn wir uns anschauen, wie sich der Export seit dem Inkrafttreten des ersten Teils von Ceta – und ich komme dann zum zweiten Teil – seit Oktober entwickelt hat, so sind es tatsächlich 24,4 Prozent mehr an Exporten bei Handelswaren. Bei den Lebensmittelexporten – das ist ein ganz wichtiger Punkt für die Bauern und für die lebensmittelverarbeitende Industrie – gibt es tatsächlich ein Plus von 41,9 Prozent.
Schauen wir uns an, welche Unternehmen da profitieren: Das erste Beispiel ist eines aus der Steiermark, nämlich die Firma Haindl Alois – Kunstmühle. Die Firma exportiert Kernöl nach Kanada, hat sieben Mitarbeiter und sagt uns, dass sie bereits die beiden letzten Lieferungen ohne Tarife machen konnte, dass sie mehr Arbeitsplätze schaffen wird und dass es mehr Möglichkeiten für sie gibt.
Wir liefern also Kernöl nach Kanada, aber verstärkt auch hochwertig verarbeitete Produkte. In Oberösterreich gibt es zum Beispiel die Firma Praher Plastics, die sogar 50 Mitarbeiter in ihrer Produktionsniederlassung in Kanada hat. Auch dieses Unternehmen verzeichnet einen Anstieg, und es ist ganz wichtig, dass wir all diese Unternehmen unterstützen.
Nun zum Thema Investitionsschutz: Der Investitionsschutz ist gerade für die mittelständischen Unternehmen ein ganz wichtiger Bereich. Da das angesprochen wurde, möchte ich darauf hinweisen, dass bereits im Jänner der österreichische Verfassungsdienst – da liegt auch ein entsprechendes Gutachten vor – eine Stellungnahme im
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