noch schnell irgendetwas drehen kann. Ja, ja, diese Kostenbremse zielt nicht darauf ab, und da könnt ihr sicher sein – diese Regierung will ja auch ein zweites Mal gewählt werden, und damit ist sie auch dem Bürger verpflichtet. (Bundesrat Weber: Gott behüte!) – Gott sei Dank wählt der Bürger und nicht ihr. (Neuerlicher heftiger Widerspruch bei der SPÖ.) Eure Performance ist etwas, das ununterbrochen runtergeht. Wenn man nur Panik erzeugt und keine Antworten hat, wenn man nichts weiterbringt, nur politischer Hooligan spielt, weil man seine Oppositionsrolle fachlich noch nicht gefunden hat, dann muss man sich einfach einmal zusammenreißen, umlernen und die Sachen lesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Solche Sachen rauszubringen, das ist richtig schändlich! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesrat Längle: Bravo, Bernhard!)
20.03
Vizepräsident Dr. Magnus Brunner, LL.M.: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Bundesrat Stefan Schennach. Ich erteile es ihm. (Bundesrat Krusche: Der Herr Professor!)
Bundesrat Stefan Schennach (SPÖ, Wien): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Lieber Bernhard Rösch! Ich frage mich, wer hier den Hooligan-Tonfall draufhat. Ich meine, die Opposition nicht. Der kommt leider heute schon den ganzen Tag über von der Regierungsseite. Da solltet ihr euch einmal selbst an der Nase nehmen und in den Spiegel schauen. (Bundesrätin Mühlwerth: Das macht besser ihr!)
Zweitens: Frau Wagner hat hier vom Vertrauensvorschuss gesprochen. – Es gibt keinen Vertrauensvorschuss, wenn man ein Parlament in einer Nacht- und Nebelaktion overrult. (Beifall bei der SPÖ sowie der BundesrätInnen Dziedzic und Stögmüller.)
Wir haben bei der Europäischen Ermittlungsanordnung gezeigt, dass man, wenn man es korrekt macht, auch ein Ergebnis findet. Wenn man etwas unter einem ganz anderen Gesetz versteckt und glaubt, es wird niemand die Auswirkungen merken, dann stimmt das nicht. Was Kollege Rösch gesagt hat, stimmt ja nicht. Es gibt einen Versorgungsauftrag, aber der ist massiv eingeschränkt und er betrifft ja nicht all die Bereiche. (Bundesrat Rösch: Wo?) – Wart ein bissel! Versuche es einmal ein bisschen relaxter! Okay? (Neuerlicher Zwischenruf des Bundesrates Rösch.) Durch diesen Husch-Pfusch-Antrag, der da gestellt wurde, sind 42 Bauvorhaben, neun Personalentscheidungen und 21 Versorgungsverträge gestoppt worden.
Was bedeutet das? – Das bedeutet zum Beispiel einmal für Frauen in Tirol – du redest da ja immer so lustig –, dass sie weiterhin für eine Ultraschalluntersuchung beim Gynäkologen zahlen oder den Umweg über die Radiologie machen und dann wieder zum Gynäkologen zurückkehren müssen. Das bedeutet das zum Beispiel. Was das für ein Fünftel der Bevölkerung von Linz in der Zahnversorgung bedeutet, das hat schon der Kollege ausgeführt.
Wenn wir uns das zum Beispiel in Wien anschauen, geht es da um die Neuerrichtung des Pavillons 6 im Hanusch-Krankenhaus, weiters um die Renovierung der 2. Medizinischen Abteilung im Pavillon 2 im Hanusch-Krankenhaus. Das sind nicht Dinge, die man auf die lange Bank schieben kann, weil dort täglich Hunderte Patienten und Patientinnen sind. Ebenso die Errichtung einer Hämatologischen Ambulanz für die 3. Medizinische Abteilung im Hanusch-Krankenhaus. Weiters im Hanusch-Krankenhaus: der derzeit nicht umwehrte Wirtschaftshof, was ja nicht ganz unwichtig ist. Nächster Punkt: die Lungenambulanz im Pavillon 4 gestoppt. Die Lungenambulanz gestoppt! Weiters: die Psychotherapieambulanz gestoppt. Die dient vor allem dazu, Schäden von der Wiener Bevölkerung abzuwenden.
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite