hauptet hat, dass alles viel zu spät war, als man die Maßnahmen begonnen hat. Plötzlich hat der „Kurier“ geschrieben, er distanziere sich.
Vor allen Dingen: Prof. Graninger, einer der angesehensten Professoren und Virologen im AKH, hat gesagt, dass man Italien, Spanien und Frankreich nicht mit Österreich vergleichen kann, genauso wie man Österreich nicht mit Schweden vergleichen kann. Man muss es immer wissenschaftlich und mit den Fakten angehen und nicht mit den Bildern, die man sieht.
In Italien war es ganz einfach so, dass die überrascht worden sind. Ich weiß nicht, wie viele Tausend chinesischer Modegeschäfte und Firmen dort um Mailand sind, und man weiß, dass es eine große Dunkelziffer von Arbeitnehmern gibt, die dort vielleicht sogar illegal arbeiten. Man vermutet, dass über sie das Virus ins Land gekommen ist und schon wesentlich länger dort war. Als dann die erkrankten Menschen ins Krankenhaus gekommen sind und dort die Patienten angesteckt haben, ist ganz einfach das System kollabiert.
Man weiß ja auch, dass in diesen Ländern das Krankensystem bei einer ganz normalen Grippewelle oft an seine Herausforderungsgrenzen kommt. Das ist nicht zu vergleichen mit unseren Krankenhäusern.
Es gibt einen Professor, einen Rechtsmediziner, Dr. Püschel, der sich die Mühe gemacht hat – obwohl es gar keinen Auftrag gab –, Obduktionen an Coronapatienten vorzunehmen. Er hat sich zu Wort gemeldet und gesagt, nicht einen habe er gehabt, der rein an Corona gestorben sei. Er hat auch behauptet, dass die über 80-jährigen Verstorbenen so schwer erkrankt waren, dass sie möglicherweise nicht einmal ein Jahr überlebt hätten.
Die Regierung, die das ja auch wissen muss, geht aber raus und sagt: Wir werden 100 000 Tote haben, jeder wird einen Toten kennen. – Sie arbeiten mit den Gefühlen der Menschen, mit der untersten Schicht, dort, wo die Menschen Geborgenheit, Sicherheit brauchen, sich um Essen und Trinken, um Wohnen Gedanken machen, auf dieser sensiblen Schicht arbeiten Sie, um sich Österreich gefügig zu machen. – Warum, weiß ich bis jetzt nicht.
Die Auswirkungen sind aber, dass Sie mit einer Mobilfessel – noch immer daran festhaltend – Österreich beglücken wollen, oder ihre Ankündigung, dass es nicht mehr als sechs Leute sein dürfen, dass man sich das anschauen wird, dass man dort hineinkommt; und dann ist man zurückgerudert und hat gesagt: nur bei Lärmbelästigung.
Also ich kenne das nur aus dem Geschichtsunterricht! Fassungslos habe ich da immer wieder zugehört, was Sie gesagt haben, denn das sind so ungefähr die dunkelsten Zeiten, so wie ich sie mir vorgestellt habe, wenn mein Lehrer mit mir darüber geredet hat.
Ich muss ganz ehrlich sagen, das ist wirklich, wirklich schlimm.
Da ich gerade gesagt habe, dass es in der untersten Stufe der Maslowschen Bedürfnishierarchie darum geht, dass man den Menschen Sicherheit gibt: Um den Menschen Sicherheit zu geben, wollen wir natürlich nach dieser Horrorshow mit unserem Tausender, den wir ermöglichen wollen, auch etwas Gutes tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Wir bringen daher folgenden Antrag ein:
Entschließungsantrag
der BundesrätInnen Ing. Bernhard Rösch, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Österreich-Gutschein“
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite