BundesratStenographisches Protokoll907. Sitzung, 907. Sitzung des Bundesrates am 4. Juni 2020 / Seite 40

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auch alle heißen mögen, viel wichtiger wäre es aber, wenn Sie sich einmal vor Ort ein Bild von den regionalen Vereinen, von der Nachwuchsarbeit, von den großartigen Nach­wuchstalenten, die wir haben, machen würden, aber auch von den widrigen Umständen, die diese Bundesregierung ihnen auferlegt hat, wenn sie ihrem Sport nachgehen wollen.

Versuchen Sie einmal, Kindern und Jugendlichen beizubringen, dass sie trainieren sol­len und müssen, um besser zu werden, ohne dass sie sich je mit irgendjemandem mes­sen oder vergleichen können, weil einfach keine Wettkämpfe mehr stattfinden. Es ist nämlich nicht nur das Duschen, das nicht mehr stattfinden kann, sondern diese Bundes­regierung hat gerade den Nachwuchssportlern viele, viele Steine in den Weg gelegt. (Vizepräsident Wanner übernimmt den Vorsitz.)

Daher bitte ich Sie: Machen Sie sich ein Bild davon! Ich lade Sie gerne ein, einmal zu unseren Sportvereinen zu kommen, wenn Sie in der Steiermark sind! Machen Sie sich ein Bild von der wirklich großartigen Arbeit, die in den Vereinen geschieht! (Beifall bei der FPÖ.) Machen Sie sich aber auch ein Bild davon, wie viele Hürden diese Bundesre­gierung diesen Menschen in den Weg gelegt hat!

Herr Sportminister! Es ist mir vollkommen bewusst, dass der Babyelefantenabstand nicht bei allen Sportarten und nicht immer einzuhalten ist. Es ist mir vollkommen bewusst, dass man beim Fußball, beim Handball, beim Basketball und vielleicht auch beim Rad­fahren diesen Babyelefantenabstand manchmal kurzfristig unterschreitet, aber glauben Sie mir: Das sind nicht die Dinge, die unsere Menschen krank machen! Was unsere Österreicherinnen und Österreicher wirklich krank macht, sind Ihre Hürden und Ihre Stei­ne, die Sie den Menschen im Bereich des Sports in den Weg gelegt haben. Das macht sie krank, aber nicht die Ausübung ihres Sportes! (Beifall bei der FPÖ.)

Österreich ist eine Sportnation. Wir haben sehr viele begeisterte Sportler, die durch ihren Sport ein sehr starkes Immunsystem aufgebaut haben. Ich bin mir sicher, dass das sehr viel Positives zur Bewältigung dieser Coronakrise beigetragen hat. Das waren nicht nur die Maßnahmen, die Sie in der Bundesregierung geschaffen haben und die in der An­fangsphase sicherlich richtig waren, die aber jetzt schön langsam in einem Coronawahn­sinn enden. Daher wünsche ich mir eine Rückkehr zu unserer normalen Normalität. Kommen Sie in der wirklichen Wirklichkeit an! Öffnen Sie die Augen im Bereich des Sports und legen Sie der Jugend und unserer Nachwuchsarbeit nicht noch mehr Steine in den Weg!

Abschließend muss ich sagen: Diese Bundesregierung hat in vielen Bereichen schon sehr viel Schaden angerichtet. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang immer an die Aufschriften auf den Zigarettenschachteln, denn ich würde mir wünschen, dass auch im Regierungsprogramm steht: Kann Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung Schaden zufügen. (Beifall bei der FPÖ.) – Das würde ich mir wirklich wünschen. Wenn ich sehe, was hier bereits zerstört wurde, dann wäre das, muss ich sagen, wenigstens einmal etwas Ehrliches!

Sehr geehrter Herr Sportminister! Wie gesagt: Diese Bundesregierung hat schon so viel zerstört, zerstören Sie nicht auch noch den Sport! (Beifall bei der FPÖ.)

10.51


Vizepräsident Michael Wanner: Zur Abgabe einer abschließenden Stellungnahme hat sich der Herr Vizekanzler noch einmal zu Wort gemeldet. Ich darf ihn bitten, dass er die Redezeit von 5 Minuten nicht überschreitet, und erteile ihm das Wort.


10.51.19

Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler
Mag. Werner Kogler: Ich möchte mich viel kürzer halten und nur auf einen Beitrag repli­zieren, der hier gekommen ist.

 


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