Damit alle in unserer Gesellschaft zuversichtlich ihre eigene Zukunft entwerfen können, müssen wir viel früher ansetzen: in unserem Bildungssystem. Arbeiten wir für eine Gesellschaft, in der alle ihr volles Potenzial entfalten können und echte Chancengerechtigkeit herrscht! Arbeiten wir für ein Bildungssystem, das die Herausforderungen der Zukunft erkennt und unseren Kindern vermittelt!
Was sind die Fähigkeiten, die wir in der Zukunft brauchen? – Kreativität, kritisches Denken, Zusammenarbeit, Selbstorganisation, Leadership und vor allem auch Empathie. Das ersetzt nicht Grundfertigkeiten und Wissen, muss sie aber ergänzen.
Wir wünschen uns Schülerinnen und Schüler, die sich und die Welt kritisch hinterfragen können und motiviert auch ihre Wünsche und Anliegen einbringen. Dazu braucht es Mut und Kraft für einen Neustart. Wer nach den Monaten der Krise nicht verstanden hat, dass wir so in der Bildung nicht mehr weitermachen können, dem ist nicht zu helfen, dem sind auch die Kinder egal, dem ist die Zukunft egal, dem ist unser Land egal. Das geht nicht so weiter mit dem Drehen an kleinen Schräubchen. Auch Digitalisierung in den Schulen erreicht man nicht, indem man allen Laptops in die Hand drückt.
Unser Anspruch muss sein: die beste Bildung für alle, echte Chancengerechtigkeit, damit nicht das Glück des richtigen Elternhauses darüber entscheidet, ob jemand beruflichen Erfolg erreicht oder studieren kann. Der Schlüssel zur Freiheit des und der Einzelnen ist die Bildung. Nur eine gebildete, mündige Bevölkerung besitzt das Rüstzeug, ihre eigene Zukunft in die Hand zu nehmen und zu gestalten. So wie eine gute Ausbildung zur ökonomischen Freiheit führt, so führt eine gute Bildung zur persönlichen Freiheit, zur Freiheit, selbst zu denken, den Status quo zu hinterfragen und mutig eigene Visionen zu entwickeln.
Chancengerechtigkeit für die Jungen, für die kommenden Generationen bedeutet aber auch, dass wir den Blick auf die Schulden, die wir hinterlassen, nicht verlieren. Gerade jetzt mit dem Motto von „Koste es, was es wolle“ in der Politik braucht es den Blick auf die Lasten, die wir den kommenden Generationen umhängen. Eine nachhaltige, zukunfts- und enkelfitte Gesellschaft muss den jungen Generationen verlässlich fünf Dinge sicherstellen: die beste Bildung und Ausbildung, den Kampf gegen den Klimawandel und den schonenden Umgang mit unseren Ressourcen, die Chance, sich etwas aufzubauen, keine Schuldenberge, die sie abtragen müssen, und ein System der sozialen Sicherung, auf das sie sich morgen noch verlassen können.
Das Prinzip der Nachhaltigkeit muss ganzheitlich gedacht werden. Es muss einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen geben, aber auch ein solides Budget, das nicht den Jungen die Chancen nimmt. Allen muss klar sein, dass diejenigen, die nicht bereit sind, für eine ausgewogene Pensionsreform zu sorgen, den Jungen Chancen und Absicherung nehmen.
Wir NEOS sind bereit für den Start einer Reformrakete, bereit, Verantwortung zu übernehmen und echte Erneuerung umzusetzen. Es ist schon einige Zeit her, da gab es einen bisher letzten Versuch einer grundlegenden Reform, nämlich mit dem Verfassungskonvent. Es ist hoch an der Zeit, wieder neu zu starten – ob Föderalismus oder Förderwesen, alles gehört nun angepackt, diesmal aber mit breiter Beteiligung der Menschen.
Mit einem Zukunftskonvent wollen wir den Grundstein für einen Neustart in Österreich legen und dabei all jene politischen Kräfte an Bord holen, die Bereitschaft zeigen, echte Verantwortung auch für alle zukünftigen Generationen zu übernehmen.
Diese Krise wird ein Wendepunkt in der Geschichte unseres Landes sein. Wenn wir das als Chance begreifen, dann ist ein echter Neustart mit mutigen Reformen möglich, Reformen, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen, nachdem ein Virus diesen Platz
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