wurden diesbezüglich schon genannt. Österreich ist ein Vorzeigeland beim Biolandbau. Dieser beträgt derzeit circa 26 Prozent, da stehen wir gerade. Unser Ziel ist es, dass wir diesen Aufwärtstrend fortsetzen und 2030 bei rund einem Drittel Biolandbau in Österreich landen, weil damit auch im Bereich der Biodiversität ein wichtiger Beitrag geleistet wird.
Der erste Entwurf ist in der Kommission diskutiert worden, der Prozess geht nun, wie gesagt, in der Kommission weiter. Wir haben aber einige Maßnahmen schon vorab gestartet, weil die Zeit drängt, und eine der großen Neuerungen in diesem Bereich, auf die ich mich sehr freue, weil es in Österreich eine Premiere ist, ist, dass wir erstmals eine bundesweite Förderschiene für Biodiversität – in weiterer Folge dann auch zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie – aufgesetzt haben. Das ist eine sehr wichtige Maßnahme des Regierungsprogramms, die wir damit in Umsetzung gebracht haben. Für das heurige Jahr stehen für den Fonds rund 5 Millionen Euro zur Verfügung. Wir hatten über 200 Einreichungen. Man sieht also, dass das Interesse in der Bevölkerung wirklich enorm ist, dass das Thema angekommen ist, dass der Wille, auch zu einer Lösung beizutragen, sehr groß ist. Das freut mich persönlich wirklich sehr.
Ein Projekt, für das ich Sie auch gerne einlade in Ihre Bundesländer, in Ihre Gemeinden die Kunde hinauszutragen, haben wir auch schon gestartet, nämlich den Grand Prix der Biodiversität. Damit fördern wir Projekte auf Gemeindeebene im Ausmaß von 350 000 Euro. Die Mittel für diesen Fonds werden in den kommenden Jahren massiv erhöht, und zwar um 50 Millionen Euro. Das ist wirklich ein großer Schritt für die Biodiversitätsarbeit in Österreich. Wie gesagt, eine Premiere, die wir in Österreich haben – erstmals Mittel für die Biodiversität nicht nur im Landwirtschaftsbereich und in der Gewässerökologie, sondern als Querschnittsthema außerhalb dieser Bereiche.
Zum Schluss sage auch ich noch einmal: Der Erhalt der Biodiversität ist eine Aufgabe, die uns alle angeht – als Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, als Unternehmerinnen und Unternehmer, als Bürgerinnen und Bürger, als Politikerinnen und Politiker. Es ist eine gemeinsame Verantwortung, und die wollen wir auch mit dieser Strategie gemeinsam wahrnehmen. Da brauchen wir einen Schulterschluss über alle Bereiche, das betrifft alle Sektoren unserer Gesellschaft – vom Tourismus über die Wirtschaft bis zur Landwirtschaft. Da brauchen wir über alle politischen Ebenen von den Gemeinden bis zum Bund einen Schulterschluss.
Da brauchen wir vor allem den Willen, etwas weiterzubringen. Den bringen wir jetzt mit der Biodiversitätsstrategie auf den Weg, aber die heutige Diskussion, der ich gefolgt bin, macht mich sehr zuversichtlich, weil die große Anerkenntnis dessen, dass wir ein Problem haben, und der große Wille, auch zu einer Lösung beizutragen, auch hier im Raum spürbar sind. Deswegen freue ich mich, dass wir die Strategie, wenn sie abgeschlossen ist, auch vorstellen und diskutieren können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei BundesrätInnen der SPÖ.)
11.42
Vizepräsident Günther Novak: Ich danke der Frau Bundesministerin.
Ich mache darauf aufmerksam, dass die Redezeit aller weiteren TeilnehmerInnen an der Aktuellen Stunde nach Beratung in der Präsidialkonferenz 5 Minuten nicht übersteigen darf.
Zu Wort gemeldet ist Herr Kollege Bundesrat Lackner. Ich erteile ihm dieses.
Bundesrat Andreas Lackner (Grüne, Steiermark): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Sehr geschätzte Frau Ministerin, ich möchte, da es ja auch für die Biodiversität eine sehr gute Nachricht ist, diese Gelegenheit nützen und zum Meilenstein EAG gratulieren. Ich habe die Entstehung und die Verhandlungen die letzten 15 Monate mitverfolgt, mich in Teilbereichen
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