Respekt vor dem anderen und mit der Absicht, auch künftig eine gute Gesprächsbasis zu haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei BundesrätInnen der SPÖ.)
Letzte Woche habe ich einer Sitzung des Tiroler Landtages beiwohnen dürfen. Dort sind fast die gleichen politischen Gruppierungen vertreten, dort geht es um die gleichen Themen, dort gibt es die gleichen unterschiedlichen Meinungen und Interessen, aber was uns unterscheidet, das ist die Art, wie die Debatten geführt werden. Die Debatten werden dort ebenfalls heftig geführt, aber im Vergleich zum Bundesrat nicht untergriffig oder gar beleidigend – und das ist der große Unterschied!
Ich bitte Sie daher, heute auch im Zeichen eines vorweihnachtlichen Friedens unter Beweis zu stellen, dass harte Kritik hier natürlich Platz hat, dass sie aber nicht beleidigend ist und für die Zukunft, die nicht einfach werden wird, weiter eine tragfähige Gesprächsbasis bietet.
Ich komme zum Schluss. Am Ende möchte ich mich bei allen bedanken, die sich in den letzten sechs Monaten für meine Präsidentschaft, aber auch für uns alle ins Zeug gelegt haben. Ich möchte mich bedanken bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundesratskanzlei, beim Bundesratsdienst, der unter der Leitung von Direktorin Susanne Bachmann und ihrer Stellvertreterin Alice Alsch-Harant stets eine verlässliche Stütze für den geordneten Ablauf hier im Plenarsaal ist. Auch den Mitarbeitern des Hohen Hauses und der Klubs und ganz besonders meiner Assistentin Paula Jenner gilt mein Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen, bei BundesrätInnen der SPÖ sowie des Bundesrates Arlamovsky.)
Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich auch meinem Pressesprecher Thomas Neuhauser, der mir während meiner Präsidentschaft jederzeit – und wirklich jederzeit – mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen, bei BundesrätInnen der SPÖ sowie des Bundesrates Arlamovsky.)
Mein ausdrücklicher Dank gebührt auch den Fraktionsvorsitzenden. Außerhalb des Plenarsaales, muss ich sagen, hat die Zusammenarbeit stets gut funktioniert. (Heiterkeit bei ÖVP, SPÖ und Grünen.) Das wird oft zu wenig gewürdigt – ich rede jetzt vor allem von der Präsidiale –, ich möchte das hier aber ausdrücklich tun und mich auch da für die gute Zusammenarbeit bedanken. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Meiner Nachfolgerin Christine Schwarz-Fuchs wünsche ich viel Erfolg für die Präsidentschaft Vorarlbergs – wir sind ja Nachbarn, wir werden das über die kurze Strecke übergeben. Ich wünsche dir, liebe Christine, dass sich zum Frühjahr hin nicht nur die Situation in der Pandemie verbessert (Bundesrätin Schwarz-Fuchs: Schön wär’s!), ich wünsche dir auch, dass sich das politische Klima wieder normalisiert und verbessert.
Ich habe diese Präsidentschaft mit Stolz und Freude ausgeübt und werde auch sehr gerne auf diese Zeit zurückblicken.
Ihnen allen hier im Plenarsaal und vor allem zu Hause vor den Bildschirmen wünsche ich eine gesegnete Weihnachtszeit. Nützen Sie diese Zeit, um sich darauf zu besinnen, was Ihnen am wichtigsten ist: Ihre Familie, Ihre Freunde, Ihre Heimat. Gehen Sie trotz aller Widrigkeiten, die uns die Pandemie bereitet, mit Hoffnung und Zuversicht ins neue Jahr. Dieses Land hat schon viele schwierige Zeiten durchgemacht, wir haben uns immer wieder aufgerappelt, und wir haben nach politischen Konflikten, die durchaus schon heftiger waren als jene heute, immer wieder zueinandergefunden. Denken wir nun besser an das, was uns in diesem Land eint, und nicht an das, was uns trennt! – Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen, bei BundesrätInnen der SPÖ sowie des Bundesrates Arlamovsky.)
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