im Saal wie zu Hause vor den Bildschirmen! Es ist mir eine große Freude und vor allem auch eine große Ehre, den heutigen Sitzungstag mit meiner Antrittsrede als Präsidentin des Bundesrates zu beginnen.
Vorweg möchte ich mich bei Dr. Peter Raggl für seine Präsidentschaft im letzten Halbjahr bedanken. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Bundesrates Arlamovsky.) Peter Raggl war mit vielen Gesprächsterminen ein sehr aktiver Präsident und somit ein überaus erfolgreicher Botschafter unserer Länderkammer. Gerade in internationalen Angelegenheiten hat er das Ansehen des Bundesrates als Zukunfts- und Europakammer gestärkt und gefestigt. Lieber Peter, ich darf dir zu deiner Amtszeit gratulieren und dir ein herzliches Dankeschön für deinen Einsatz für den Bundesrat aussprechen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei BundesrätInnen der SPÖ.)
Danken möchte ich auch dir, lieber Herr Landeshauptmann Markus Wallner, und dem Vorarlberger Landtag, dass ich die Präsidentschaft im Bundesrat für das kommende Halbjahr übernehmen darf. Ich sehe diese Aufgabe in politisch abwechslungsreichen Zeiten als Ehre und Herausforderung.
Mein weiterer Dank gilt aber vor allem auch meiner Familie, die immer hinter mir steht und mich unterstützt. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.) Es freut mich auch sehr, dass sie heute anwesend sind.
Großen Dank möchte ich auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Druckerei – die ich leite –, auf die ich mich stets verlassen kann, aussprechen.
Mit der Präsidentschaft Vorarlbergs wird fortgesetzt, was 2019 mit dem Masterplan für den ländlichen Raum begonnen wurde. Deswegen liegt auch der Schwerpunkt dieses Halbjahres auf der Zukunft dezentraler Lebensräume. In einer Enquete mit diesem Titel werden wir die spezifischen Stärken und Schwächen unserer Region eruieren und evaluieren. Unser ehemaliger EU-Kommissar Franz Fischler wird dabei aufzeigen, wie periphere Regionen gestärkt werden können. Zudem werden wir uns Initiativen österreichischer Bundesländer, unter anderem von Vorarlberg, für stärkere Regionen ansehen. Auch die verschiedenen Wege hin zu einer Scientific Open Region und die Herausforderungen der digitalen Transformation sollen von verschiedenen Experten beleuchtet werden.
Unsere Regionen, nicht nur die peripheren, sondern auch die städtischen Gebiete, brauchen eine Perspektive für die Zukunft, denn sie haben nun schon zwei Jahre lang in unterschiedlichem Ausmaß unter der Pandemie gelitten. Corona hat die Ausübung vieler wirtschaftlicher Tätigkeiten massiv erschwert. In vielen Sparten musste der Staat als Nothelfer einspringen. Die gesetzten Maßnahmen haben die Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Arbeit während der letzten zwei Jahre geprägt.
Auch die Art und Weise, wie unsere Arbeit verrichtet wird, hat sich in dieser Zeit verändert – nicht nur, dass viele Beschäftigte nun öfters von zu Hause aus arbeiten, stellen sich auch inzwischen mehr und mehr Menschen die Frage, ob die Zufriedenheit mit ihrem Job auch im richtigen Verhältnis zum persönlichen Einsatz steht. Gerade im Tourismus und in der Gastronomie sehen wir, dass viele Beschäftigte der Branche den Rücken gekehrt haben. Diese Arbeitskräfte fehlen uns aber. Wir können schlicht nicht auf sie verzichten. Auf der Agenda des Vorarlberger Vorsitzes der Landeshauptleutekonferenz steht deswegen nicht umsonst eine Arbeitsmarktreform. Vorgeschlagen wird darin eine verstärkte Regionalisierung der Programme, um konkreter auf lokale – ortsgebundene – Bedürfnisse eingehen zu können.
Auch der Bundesrat wird sich des Arbeitsmarktes der Zukunft annehmen. Im Zuge eines parlamentarischen Fachgespräches werden Experten aus der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt dazu eingeladen, zukünftige Herausforderungen und Rahmenbedingungen
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