drängen, der heute in weiten Teilen Österreichs gleiche Leistungen mit billigeren Mitteln anbietet.
Die Kostenrelation zwischen den privaten Krankenanstalten und jenen Mitteln, die sie aus der Sozialversicherung refundiert bekommen, und die Kostenschere in den öffentlich-rechtlichen Krankenanstalten, besonders in jenen des KRAZAF-Bereiches, sind eklatant.
Ich mache mir Sorgen um diesen Bereich, und die Freiheitlichen werden daher in der heutigen Sitzung Anträge zu den §§ 149, 150 und 349 ASVG einbringen, die dann im Herbst im Sozialausschuß zu diskutieren sein werden, weil wir glauben, daß es nicht sein kann, daß dieser für die österreichische Grundversorgung auch wichtige Bereich der privaten Krankenanstalten hier einfach negiert wird und auf die Goodwill-Wartebank des jeweiligen Landesfinanzreferenten und Landesgesundheitsreferenten abgeschoben wird (Beifall bei den Freiheitlichen) und die dortigen Mitarbeiter, immerhin 15 Prozent der Beschäftigten der österreichischen Gesundheitsberufe in diesem Bereich und noch einmal 17 Prozent der Beschäftigten im Bereiche der niedergelassenen Ärzte, um ihre Arbeitsplätze zittern müssen. Es kann nicht so sein, daß auf der einen Seite in den Krankenanstalten der Länder teilweise Überhonorare bezahlt und lukriert werden und auf der anderen Seite die Arbeitnehmer im nichtgeschützten Bereich, um das so auszudrücken, um ihre Arbeitsplätze zittern müssen oder diese sogar verlieren.
Bei den Wahlärzten wird es noch eklatanter werden. Jene, die heute die Universitäten verlassen – und Sie wissen alle, wir haben eher ein Überangebot an praktischen Ärzten und ein Unterangebot an Fachärzten –, werden durch die Einsparungs- und Zusammenlegungsmodelle in den Krankenanstalten keine verstärkten Möglichkeiten bekommen, ein angestrebtes Facharztstudium zu betreiben, und sie werden nunmehr – auch dann, wenn sie arbeiten wollen –, in der Praxis weniger Patienten bekommen, weil es die Refundierung auf 80 Prozent gerade im ländlichen Bereich oder in wirtschaftlich schwachen Regionen sehr vielen gar nicht mehr ermöglicht, den Wahlarzt in Anspruch zu nehmen, sondern nur mehr den Vertragsarzt.
Ich glaube daher, daß sich diese Maßnahme, sosehr sie als Einsparung gedacht ist, einfach gegen die Gesundheitsversorgung in weiten Teilen Österreichs richtet, gegen die Absicherung von Arbeitsplätzen im Bereich außerhalb der KRAZAF-Krankenanstalten richten wird, und ich glaube daher, daß diese Maßnahme auch überdenkenswert ist im Zusammenhang mit den Einsparungsmaßnahmen. Sehr häufig sind heute die Kostenersätze generell in diesem Bereich geringer als die Kostenersätze im KRAZAF-Bereich. Man braucht sich ja nur die Tagesgebühren- und die Kostenersätze in den einzelnen Bundesländern vergleichsweise anzuschauen. Die Kostenersätze im Bereich der privaten Krankenanstalten sind stets die geringsten und sind maximal auf dem Niveau der Bezirks- und Regionalkrankenhäuser, während die anderen Krankenanstalten, abgestuft bis hin zum Wiener AKH, die oft vier- und fünffachen Tagesgebührenersätze haben, für durchaus gleiche Leistungen der medizinischen Grundversorgung.
Ich glaube auch, daß in diesem Zusammenhang hinsichtlich Pensionisten erwähnt werden muß, sehr geehrter Herr Bundesminister – etwas, was Sie sehr gerne vergessen –, daß die Pensionisten ja ein Leben lang – manche 35 Jahre, manche 40 Jahre lang – mit ihren vollen Beiträgen als Arbeitnehmer oder als Arbeitgeber die Krankenversicherung und die Sozialversicherung in Österreich aufgebaut haben. Jeder hat gewußt, daß irgendwann einmal die Folgen der Arbeitswelt – sei es durch Haltungsschäden, durch Berufskrankheiten, sei es einfach durch Abnützungserscheinungen, die das Alter mit sich bringt – auf dieses Gesundheitssystem zukommen.
Ich halte es daher schlichtweg auch heute noch für unsozial, daß genau dann, wenn diese Gruppe in Pension ist, wenn sie nicht mehr die entsprechende Lobby hier im Haus hat – Kollege Seidinger und Kollege Ofner haben ja anläßlich der Dringlichen der Freiheitlichen zu diesem Thema ohnehin auch in diesem Sinne ihre Bedenken geäußert –, daß also dann die Pensionisten zur finanziellen Verantwortung gezogen werden, obwohl sie während ihrer ganzen Arbeitszeit ihre Vorleistung schon geleistet haben.
Ich glaube daher, daß das nicht gerechtfertigt ist, und ich möchte Sie bitten, sehr geehrter Herr Bundesminister, im Bereich der Pensionisten dafür zu sorgen, daß eine Reihe von Ent