Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 78. Sitzung / Seite 208

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Wir stimmen als nächstes über den Titel des Gesetzentwurfes in der Fassung des Ausschußberichtes ab.

Ich ersuche jene Damen und Herren, die sich dafür aussprechen, um ein bejahendes Zeichen.  Dies ist mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit beschlossen.

Zuletzt stimmen wir ab über die restlichen, noch nicht abgestimmten Teile des Gesetzentwurfes samt Titel und Eingang in der Fassung des Ausschußberichtes.

Ich bitte jene Damen und Herren, die hiefür ihre Zustimmung erteilen, um ein bejahendes Zeichen.  Ich stelle fest, daß dies mit Zweidrittelmehrheit beschlossen wurde.

Damit ist die zweite Lesung beendet, und wir kommen sogleich zur dritten Lesung.

Ich darf bitten, daß jene Damen und Herren, die der Vorlage in dritter Lesung zustimmen, dies bekunden.  Ich stelle fest, die Vorlage ist in dritter Lesung mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit beschlossen worden.

Damit ist dieser Tagesordnungspunkt erledigt.

6. Punkt

Bericht des Unterrichtsausschusses über den Antrag 404/A (E) der Abgeordneten Mag. Karl Schweitzer und Genossen betreffend die gesetzliche Verankerung der Förderung hochbegabter Schüler und Schülerinnen (753 der Beilagen)

7. Punkt

Bericht des Unterrichtsausschusses über den Antrag 405/A (E) der Abgeordneten Mag. Karl Schweitzer und Genossen betreffend Aussetzen der Rechtschreibreform (754 der Beilagen)

Präsident Dr. Heinz Fischer: Wir gelangen nun zu den Punkten 6 und 7 der Tagesordnung. Es ist beabsichtigt, die Debatte unter einem durchzuführen.

Ein Wunsch nach mündlicher Berichterstattung liegt nicht vor.

Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Schweitzer. Redezeit: 10 Minuten.  Bitte.

21.53

Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer (Freiheitliche): Frau Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist tatsächlich ein lustiger Zufall, der sich heute ereignet hat. Unser Antrag auf Aussetzung der Rechtschreibreform wurde justament heute durch einen Aufstand der Dichter im deutschsprachigen Raum massiv unterstützt!

Seit heute gibt es eine öffentliche Untersagungserklärung vieler Autoren, unterzeichnet auch von einer Reihe prominenter österreichischer Autoren, den Rechtsnachfolgern verstorbener Schriftsteller und von deutschen Verlagen, bei denen Rechte österreichischer Autoren liegen. Eine Auswahl: Ilse Aichinger, Milo Dor, Gertrud Fussenegger, Adolf Holl, Peter Turrini, Werner Schneyder, Günther Nenning, Ernst Jandl, Gerhard Roth und so weiter.

Es gibt also für diesen, vor allem von den Regierungsparteien im Ausschuß abqualifizierten Antrag Unterstützung von Autoren, die ansonsten nicht immer die freiheitliche Linie verfolgen. Aber offensichtlich haben wir in dieser Frage eine breite Unterstützung von in allen gesellschaftlichen Kreisen Österreichs anerkannten Autoren.

Meine Damen und Herren! Deshalb glaube ich, daß dieser Antrag in der Sache richtig ist. Es sollte noch einmal mit allen Argumenten versucht werden, diese Rechtschreibreform auszusetzen. Diese Reform ist nicht notwendig, sie bringt teilweise eine Verschlechterung! Auf alle Fälle


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