Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 85. Sitzung / Seite 54

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wenn sie renommiert sind, auch wenn sie anerkannt sind  Probleme mit ihrer Altersversorgung haben, weil sich diese Republik einfach nicht sehr viel darum schert. Ich erwarte, Herr Staatssekretär, daß Sie hier etwas deutlicher werden. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Motter. )

12.02

Präsident Dr. Heinrich Neisser: Zu Wort gemeldet ist jetzt Frau Abgeordnete Onodi. Bitte. (Abg. Öllinger   in Richtung Freiheitliche : Der Katalog für die Freizeit, nicht?  Abg. Jung: Den kann man nicht lesen!)

12.02

Abgeordnete Heidemaria Onodi (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Vorausschicken möchte ich, daß der vorliegende Kunstbericht sehr übersichtlich und informativ gestaltet ist und daß er auch eine Grundlage für unsere Diskussion darstellt.

Der Kunstförderung wird vielfach der Vorwurf gemacht, daß es zu Benachteiligungen kommt beziehungsweise daß Regionalförderungen zu kurz kommen, wobei aber die Zuordnung wirklich oft nicht gerade leicht ist, speziell bei den Regionalförderungen.

Wie steht es jetzt in diesem Bericht mit den Regionalförderungen, zum Beispiel jenen in Niederösterreich?  Hier haben 1995 fünf Bühnen Gelder erhalten. 1994 waren es drei. Mußte auch die eine oder andere Bühne Niederösterreichs Kürzungen hinnehmen, so schmerzhaft sie auch sind, erfolgte insgesamt doch eine breite Förderung. Dabei gilt der Grundgedanke, manches Mal Starthilfen zu geben und nicht einen Daueranspruch entstehen zu lassen.

Überhaupt wurden laut diesem Bericht die Förderungen in Niederösterreich tendenziell ausgebaut, die Förderbasis sozusagen verbreitert. Vor allem Vereine, Initiativen und gemeinnützige Einrichtungen, die dem Land kulturelles Leben einhauchen, kommen laut dem Bericht 1995 in den Genuß dieser Förderungen. So wurde die Förderung von gemeinnützigen Einrichtungen von vier auf acht aufgestockt. Ebenfalls aufgestockt wurden die Förderungsmaßnahmen für Kunstvereine und Künstlergemeinschaften.

Bleiben wir in Niederösterreich. Haben sich 1994 zwei Vereine mit insgesamt 150 000 S abfinden müssen, so haben 1995 sechs Förderungsempfänger Gelder in der Höhe von 1 Million Schilling erhalten. Darüber hinaus, sehr geehrte Damen und Herren, wurden an die 30 Kulturinitiativen mit über 3 Millionen Schilling gefördert, fünf Investitionen, vor allem in Ausgestaltung und Baumaßnahmen, und neun saisonelle Projekte.

Gleichzeitig soll und darf Kunstförderung durch den Bund in den Regionen aber nicht zur Entlassung der Länder aus ihrer Verantwortung für die Kunst und Kultur führen, vielmehr muß sie auch im Sinne der Sparsamkeit und Effizienz ergänzend, erweiternd und kooperierend mit den Landesförderungen agieren. In der Regionalförderung wurde eine im großen und ganzen begrüßenswerte Entwicklung durch die Kunstförderungsmaßnahmen eingeleitet.

Sehr geehrte Damen und Herren! Als Niederösterreicherin wünsche ich mir, daß Impulse für die Kunstentwicklung und für das kulturelle Leben der Regionen weiterhin tatkräftig oder  besser  auch finanzkräftig unterstützt werden, denn diese Initiativen und Vereine sind Träger weitreichender Aktivitäten, die oft weit über die Region hinaus Bedeutung haben. Danke. (Beifall bei der SPÖ.)

12.05

Präsident Dr. Heinrich Neisser: Zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Dr. Povysil. 3 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung.  Bitte.

12.05

Abgeordnete Dr. Brigitte Povysil (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ich war zu diesem Kunstbericht nicht als Redner vorgesehen, ich bin kein Kunstexperte und nehme das auch nicht für mich in Anspruch wie viele Damen und Herren der Grünen, ich habe aber vorhin diesen Biennalekatalog gesehen und möchte Ihnen einfach


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