Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 106. Sitzung / Seite 93

Home Seite 1 Vorherige Seite Nächste Seite

Statistiken und mehr Informationen, sondern es werden auch Themen angesprochen, es gibt auch konkrete Vorschläge, die man sicher besprechen kann.

Meine Damen und Herren! Die Umsatzentwicklung zeigt  man kann das feststellen, wenn man nicht nur die Zahlen für 1996, sondern auch die neueren für 1997 betrachtet  einen positiven Trend, dies im Gegensatz zu den Nächtigungszahlen. Daraus läßt sich ableiten, daß man kürzer, dafür aber öfter auf Urlaub fährt und daß man das Angebot zielgruppenorientierter, vielfältiger, mit mehr Events und mehr Erlebnissen verbrämt gestalten muß.

Meine Damen und Herren! Anhand des Berichts 1996 ist auch festzustellen  diese Tendenz ist auch für 1997 erkennbar , daß jene zu den Gewinnern gehören, die die Qualität ihres Betriebes permanent verbessern, steigern. Daher haben die Tourismusbetriebe höherer Kategorien die letzten Jahre auch wesentlich besser überstanden.

Hohes Haus! Für mich war entscheidend, daß im Bericht 1996 anerkannt wird, daß die Strukturprobleme des österreichischen Tourismus nur durch mehr Kooperation gelöst werden können (Abg. Haigermoser: "Nur" nicht!), im besonderen (Abg. Haigermoser: "Im besonderen"!) durch Kooperationen bewältigt werden können, und zwar, wie im Bericht auch steht, durch horizontale, vertikale und diagonale Kooperation. Für mich ist das der Ausdruck dafür, daß es einer umfassenden Kooperation bedarf, einer Kooperation zwischen Betrieben, Gemeinden, Infrastruktureinrichtungen und auch Betrieben, die anderen Branchen angehören.

Damit wurde eine politische Forderung der Sozialdemokraten, nämlich die regionalen Tourismusorganisationen als Drehscheibe dieser Kooperationen zu verstehen, durchgesetzt. Sie haben auch in den Förderrichtlinien Eingang gefunden. Unser Ziel ist es nun, daß es in Österreich 20 bis 30 solcher Regionen, solch regionaler Marken geben soll  diesbezüglich sind wir mit dem Gemeindebund einer Meinung , über Landes- und Bezirksgrenzen hinweg eine Vernetzung von Betrieben, Institutionen und Infrastruktureinrichtungen. Das soll auch die Zusammenarbeit zwischen den Betroffenen und der Bevölkerung fördern, die Bereitschaft, für den Tourismus etwas zu machen, stärken und den "Bereisten" die Angst nehmen.

Die regionale Tourismusorganisation hat also die Aufgabe, das Produkt zu entwickeln, zu betreuen, zu bewerben und auch zu vermarkten. Das haben die Länder, vor allem aber auch die Österreich Werbung entsprechend zu unterstützen.

Der Anhang dieses Berichtes zeigt uns aber, daß wir noch einen weiten Weg bis dorthin haben, denn etwa allein Tirol hat 253 Verbände und 36 Regionalorganisationen. Man ist allerdings bemüht, das zu ändern. In Niederösterreich gibt es sieben Regionen, aber dahinter stehen noch immer 24 Gebietsverbände. Also in diesem Bereich ist noch einiges zu tun.

Der Bericht zeigt auch, daß unsere Überlegung stimmt, denn jene Bezirke oder Regionen, in denen es eine hohe Kooperationsdichte und eine sehr starke Themenpositionierung gibt, haben auch im Berichtsjahr 1996 besser abgeschnitten als andere.

Herr Bundesminister! Wir sind jetzt an dem Punkt angelangt, an dem es um die Umsetzung geht. Es sollen nun Modellregionen eingeführt werden, und dabei haben Sie unsere Unterstützung.

Meine Damen und Herren! Bei einer TCÖ-Tagung, einer Tagung des Tourismus-Circle-Österreich, bei der wir uns mit neuen Medien und dem Tourismus beschäftigt haben  etwa mit Internet, mit der Frage eines Tourismus- und Wetterkanals, der mittlerweile eingeführt und ein sehr positives Signal ist , haben wir festgestellt, daß das Internet eine neue Möglichkeit sein kann, Informationen weiterzutragen. Ich erachte es als positiv, daß eine Studie ausweist, daß sich zwei Drittel aller Betriebe schon im Internet präsentieren oder gerade dabei sind, ins Internet zu gehen. Das halte ich durchaus für ein gutes Signal.

Auch die Investitionstätigkeit der Betriebe ist 1997 gestiegen  auch die Planung für 1998 , man investiert vor allem in Richtung Qualität, und das ist für mich entscheidend.


Home Seite 1 Vorherige Seite Nächste Seite