Nationalrat, XXI.GP Stenographisches Protokoll 24. Sitzung / Seite 162

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Abgeordneter Christian Faul (fortsetzend): Es gibt 111 hauptamtliche Mitglieder und 200 000 freiwillige, ehrenamtliche Mitglieder! (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Frau Vizekanzler! Diesen Menschen von Überbürokratisierung zu reden und ihnen den Geldhahn zudrehen zu wollen, das ist ein Schlag ins Gesicht unserer verdienten Funktionäre und unserer Sportler! Ich hoffe, dass sie zurückschlagen werden, frühestens bei der nächsten Wahl, liebe Freunde! (Beifall und Bravo-Rufe bei der SPÖ.  Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)

19.59

Präsident Dr. Werner Fasslabend: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Zweytick.  Bitte.

19.59

Abgeordneter Johannes Zweytick (ÖVP): Sehr geehrte Frau Vizekanzler! Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Man könnte meinen, man befindet sich in einer Boxarena! Aber zugeschlagen wird heute hoffentlich nicht mehr! Kommen wir nun wieder zu den gesünderen Dingen des Lebens, nämlich wirklich zum Sport! (Zwischenruf des Abg. Grabner. ) Lieber Noldi Grabner! Ich bin gleich fertig, ich habe meinen Beitrag wirklich reduziert. Ich zitiere nun:

"Sport hat enorme Bedeutung für die Gesundheitsvorsorge, für die Persönlichkeitsentwicklung, die soziale Integration, die nationale beziehungsweise regionale Identifikation sowie für die Entwicklung der einschlägigen Wirtschaftsbereiche und des Arbeitsmarktes. Die Förderung des Sports ist daher eine gesundheits-, gesellschafts-, wirtschafts- und beschäftigungspolitische Aufgabe."

So steht es im Regierungsprogramm vom Feber 2000, und ich kann Ihnen garantieren, dass dies keine leeren Worte sind, sondern dass dieses Bekenntnis auch umgesetzt wird!

Von meinen Vorrednern von der ÖVP, aber auch von der FPÖ haben Sie dazu schon einige Fakten zu hören bekommen. Ich möchte auf jene Punkte eingehen, gemäß welchen der Sport für die Gesundheitsvorsorge und für die Integration in die Gesellschaft wichtig ist.

Im Gegensatz zur SPÖ, die im Wahlkampf für die AK-Wahlen in der Steiermark mit dem Slogan "Gesundheit für Reiche" wirbt, bin ich für offene und ehrliche Politik, wobei ich mich frage, ob die Abgeordneten von der SPÖ glauben, dass sich die Reichen die Gesundheit kaufen können. (Zwischenruf des Abg. Gaál. ) Nein! Gesundheit kann man nicht kaufen, aber es gibt viele Möglichkeiten, gesünder zu leben, und dazu gehört der Sport an erster Stelle. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)

Als Politiker haben wir die Verpflichtung, möglichst gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Im Spitzensport  Sie konnten es den Ausführungen des Kollegen Kopf entnehmen  sind die Bedingungen schon sehr gut. Im Bereich des Breitensports sind die Bedingungen aber noch weniger gut. Es gibt auf diesem Gebiet noch sehr viel zu tun. Allerdings sind die ländlichen Gemeinden dabei stark gehemmt, da die finanziellen Mittel fehlen. Deshalb ist die rasche Aufhebung des verfassungswidrig abgestuften Bevölkerungsschlüssels für den Finanzausgleich unbedingt notwendig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)

Das ist nötig, auch wenn die Finanzstadträtin der Stadt Wien, Frau Ederer, mit "Krieg" droht, wie aus einem Interview in der letzten Ausgabe des "NEWS" hervorgeht. Mit dieser Aussage beweist die SPÖ absoluten demokratischen Unverstand. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Ist diese Drohung mit einem Krieg zwischen der Stadt Wien und den kleinen Gemeinden etwa der neue Stil? Versucht die SPÖ die Bundesregierung mit der Drohung eines Bürgerkrieges in die Knie zu zwingen? Mit solchen Drohungen lassen wir uns nicht unterkriegen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.  Abg. Haigermoser: Ein neuer Stern geht auf: Zweytick!)

Der von der ÖVP initiierte Fonds "Gesundes Österreich", der jährlich 100 Millionen Schilling aus der Umsatzsteuer für Zigaretten für Gesundheits-Präventiv-Projekte zur Verfügung stellt, steht natürlich auch dem Sport offen.


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