Nationalrat, XXI.GP Stenographisches Protokoll 104. Sitzung / Seite 94

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Österreich liegt im Olympia-Fieber und nützt touristisch und sportlich den Heimvorteil. Einen wahren Medaillenregen gibt es für Österreichs Wintersportler auch bei den Paralympics, die im Anschluss daran stattfinden.

Große Ideen  und Olympia ist eine solche  müssen herzhaft und mit Entschlossenheit angegangen werden, und daher ist diese zaudernde, kleinliche Herumtaktiererei der Grünen aus meiner Sicht nicht angebracht, zumal wir wissen, dass sie im Grunde ohnedies dafür wären. Man kann das Ganze nämlich auch umdrehen und sagen: Wenn in Salzburg ohnedies schon alles feststeht, dann brauchen wir es hier nicht extra noch zu beschließen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.  Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: ... steht in unserem Antrag!)

Ich glaube, dass bei einer solchen Bewerbung auch bereits in der Projektphase eines sehr wichtig ist, und das ist, dass Vertrauen  Vertrauen, dass alle positiv dieses Projekt entwickeln  zwischen der Stadt Salzburg, dem Land Salzburg und dem Land Tirol und dem Nationalrat und der Bundesregierung hergestellt wird. Es ist völlig klar, dass in ökologischer und verkehrspolitischer Hinsicht alle neuen Erkenntnisse in das Projekt Eingang finden müssen, und es ist logisch, dass sich alle Beteiligten auch nach Maßgabe der jeweiligen Möglichkeiten und der zu erwartenden Profite finanziell engagieren.

Diese Bewerbung kann nur erfolgreich sein, wenn alle am olympischen Strang mitziehen, und daher glaube ich, dass wir, die wir das heute hier beschließen, schon heute auf der Siegerstraße sind. Ich danke daher auch der SPÖ und all jenen, die diese Bewerbung unterstützt haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)

13.59

Präsident Dr. Werner Fasslabend: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Prähauser.  Bitte.

14.00

Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Herr Präsident! Frau Vizekanzlerin! Hohes Haus! Ich bin den Initiatoren des gegenständlichen Antrages sehr dankbar, haben wir doch dadurch heute die Gelegenheit, hier im Nationalrat größtmögliche Geschlossenheit für das Vorhaben zu zeigen, Olympia nach Salzburg zu bringen  ein Vorhaben, das in Österreich schon zwei Mal verwirklicht werden konnte , hier eben darüber zu diskutieren und, was die Zukunft betrifft, mit gleicher Zunge zu sprechen, was ja in der Vergangenheit nicht immer so war.

Salzburg hat ja, wie wir wissen, den Anlauf, Austragungsort der Olympischen Spiele zu werden, bereits ein Mal genommen, aber die Querelen innerparteilich beziehungsweise in dieser Region selbst haben damals dazu geführt, dass wir uns diesbezüglich nicht einmal in Österreich durchsetzen konnten.

Über diese "Klippe" sind wir also jetzt hinweggekommen, und daher bin ich sehr optimistisch, dass das gelingen wird, wenn eben auch die Politik in Salzburg zu diesbezüglicher Einheit findet  was ja jetzt tatsächlich so aussieht; in der Vergangenheit war ja ein bisschen etwas anderes darüber zu lesen.

Ich möchte hier im Hohen Hause diesen Eindruck von etwas "Zerrissenheit" zwar jetzt noch einmal darlegen, jedoch versichern, dass es darüber in letzter Zeit einen wirklichen Schulterschluss gegeben hat.

Zu diesem Thema konnten wir ja bereits verschiedenste Dinge hören, daher nur ganz kurz: Wir haben das Problem, aber auch das Glück, zwei tragende Politiker in unserem Land Salzburg zu haben, die für sich selbst und für das Land Berge versetzen würden, eben der Landeshauptmann und der Bürgermeister der Stadt Salzburg. Ich brauche jetzt auch gar nicht die Namen zu nennen, denn jeder hier weiß Bescheid. Beim "Berg Olympia" haben sich die beiden allerdings ein bisschen schwer getan, weil sie nicht wussten, wie sie dem jeweils anderen sozusagen auf die Zehen steigen könnten, um vielleicht selbst als der jeweils "bessere Olympionike" dazustehen.


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