Nationalrat, XXII.GP Stenographisches Protokoll 142. Sitzung / Seite 286

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Noch einmal ganz kurz zur Diskussion um die Person Thomas Rupperti und seine Bestellung. (Abg. Mag. Kogler: Das war die überraschende Pointe!) Ich habe als Abgeordneter in zwei Ausschüssen Herrn Rupperti als Experten und Auskunftsperson kennen gelernt. Die Zahlen, Fakten und auch verschiedenste Unterlagen sprechen absolut für diese Bestellung. (Abg. Mag. Kogler: Er hat irgendwelche geheimen Informationen!) Herr Rupperti wirkte außerdem bei seinen Antworten und in seinem Auftreten als äußerst kompetenter und fähiger Fachmann. Er ist meiner Meinung nach für die Position des Vorstandes des Konferenzzentrums Wien absolut geeignet, und die Geschäftszahlen belegen dies auch ganz eindeutig.

Bereits im ersten Jahr seiner Tätigkeit konnte durch den neuen Vorstand der Umsatz gesteigert werden. Das Jahr 2005 war eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte des Hauses. Herr Rupperti gilt als anerkannter Experte dieser Branche und hat sowohl nationale als auch internationale Erfahrung. (Abg. Dr. Jarolim: Das nützt jetzt alles nichts!) Seine Bestellung war rechtlich in Ordnung, und er ist als der am besten geeignete Kandidat einstimmig aus dem Hearing hervorgegangen.

Besonders wichtig ist auch, dass alle aufgetauchten Fragen in diesem Bericht im Rahmen der Diskussion und der Expertenbefragung beantwortet und zahlreiche Anre­gungen des Rechnungshofes für Verbesserungen aufgenommen wurden. Das ganze Umfeld um den nationalen und internationalen Konferenz-Tourismus spielt in Öster­reich und vor allem auch in Wien eine ganz große Rolle und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Entscheidend ist Folgendes: Der Konferenztourismus sichert Arbeitsplätze, weist eine hohe Umwegrentabilität auf und sichert dadurch wichtige Steuereinnahmen für Öster­reich. Daher bitte ich im Sinne dieses erfolgreichen Konferenzzentrums in Wien um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)

23.22


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Hoscher. Wunschredezeit: 3 Minuten. – Bitte.

 


23.22.04

Abgeordneter Mag. Dietmar Hoscher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! Die Feststellung des Rechnungshofes, dass sich sozusagen Aufsichtsratsvorsitzende selbst zum Vor­stand bestellen, spricht Bände und macht es erklärlich, warum Kollege Neudeck den Mantel des Schweigens darüber breiten möchte. Diesen Gefallen werden wir Ihnen, Herr Abgeordneter, sicherlich nicht tun. (Zwischenruf des Abg. Schöls.) Auch die Ausführungen des Herrn Staatssekretärs sind durchaus bezeichnend. Ich denke, das mag vielleicht auch einer der Gründe gewesen sein, warum Sie wieder auf Ihren Staatssekretärsposten zurückgekehrt sind und in Wien nicht mehr Ihre Tätigkeit als Landesparteivorsitzender der ÖVP ausüben. (Beifall bei der SPÖ.)

Zu später Stunde auch noch einige Worte von mir als Tourismussprecher zur Bedeu­tung des Konferenzzentrums: Im Tourismusbereich ist, wie bereits erwähnt wurde, eine sehr große Wertschöpfung gegeben. Fünfmal mehr als bei normalen Gästen wird da eingenommen, nämlich 435 € pro Tag. Und es ist besonders wichtig, dass Freizeit­forscher davon ausgehen, dass gerade beim Kongress-, beim Tagungstourismus große Wachstumschancen gegeben sind. Das ist umso bedeutender für uns in dieser Branche, da es sich dabei um Ganzjahresarbeitsplätze handelt, also etwas, was wir alle gemeinsam anstreben.

Ich darf anführen, dass im internationalen Länderranking Österreich als Kongress­standort am neunten Platz liegt, Wien sogar am zweiten Platz, noch vor Brüssel und


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