Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll19. Sitzung / Seite 261

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Kampf gegen Doping gewinnen – und nicht anders. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)

21.45


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter List zu Wort. 3 Minuten. – Bitte.

 


21.45.45

Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister für Landesverteidigung, jetzt in Verwendung für den Sport! (Abg. Mag. Molterer: ZBV!) Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Herr Kollege Haubner, das Bundes-Sportförderungsgesetz 2005 ist unserer Meinung nach sehr, sehr sanierungsbedürftig und muss überarbeitet und auf neue Beine gestellt werden. Unser Kollege Stefan Markowitz wird das später erläutern und die Rahmenbedingungen darlegen.

Ich befasse mich jetzt mit zwei Bereichen des zweiten Tagesordnungspunktes in diesem Paket, nämlich mit dem Weißbuch Sport der Kommission. Zuerst zum Bereich Förderung des Ehrenamts: Das Ehrenamt im Sport ist rückläufig. Der Trend zeigt, dass die Sportbegeisterten vermehrt Individualsportarten ausüben. Der Sportler wird unab­hängiger, und er wird vermehrt zum Einzelkämpfer. Da sind neue Anreize zu schaffen, damit die Funktionärstätigkeit in den Sportvereinen wieder interessanter gemacht wird. Dazu kann beispielsweise auch eine Steuerentlastung für die Funk­tionärstätigkeit in diversen Vereinen beitragen. Die Steuerentlastung von rund 500 € für ehrenamtliche Tätigkeit ist eine sinnvolle Förderung. (Beifall beim BZÖ.)

Wir erwarten von Ihnen, Herr Bundesminister, dass diese Forderung nach Förderung des Ehrenamts in Ihrem Bericht Ende des Jahres aufscheinen wird.

Zweitens möchte ich den Schwerpunkt „Gemeinsam gegen Doping“ dieses Weißbuchs Sport erwähnen. Sie alle wissen, dass Doping im Sport weltweit eine Bedrohung darstellt. Doping widerspricht dem Grundsatz des offenen und fairen Wettbewerbs. Doping ist Gift für den Sport und setzt die Profis massiv unter Druck. So konnte der Radlerfreund von Landeshauptmann Pröll den Verlockungen nicht widerstehen und hat betrogen. Doping beschädigt ernsthaft das Image des Sports.

Der Langlauftrainer und Kämpfer im österreichischen Bundesheer ist ein schlechtes Beispiel. Doping stellt ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für jeden Einzelnen dar. Viele Hobbysportler greifen zu verbotenen Mitteln. Jugendliche etwa, die im Fitnessstudio dem Bizepswachstum nachhelfen wollen, werden schnell fündig. Sie wissen nicht, geschätzte Damen und Herren, was sie dabei einnehmen. Sie haben keine Ahnung von den gravierenden Nebenwirkungen der Präparate. Sie schädigen damit nachhaltig ihren Körper. Das wird ihnen jeder Gesundheitsverantwortliche sagen.

Doping ist eine Geißel der Gegenwart. Daher ruft die Kommission alle Akteure in den Bereichen Sport und öffentliche Gesundheit auf, der gesundheitsschädigenden Wir­kung von Doping besondere Beachtung zu schenken. Die Sportorganisationen werden aufgefordert, einen Verhaltenskodex zur besseren Aufklärung junger Sportler über die Dopingsubstanzen und ihre gesundheitlichen Auswirkungen zu entwickeln. Die Sportler müssen wissen, welchen Gefahren sie sich aussetzen.

Geschätzte Damen und Herren! Diese Empfehlungen aus dem Weißbuch sollten im Bericht des Sportressorts an den Nationalrat ihren Niederschlag finden. Wir werden Sie, geschätzter Herr Minister, unterstützen, wenn Sie dementsprechend handeln. (Beifall beim BZÖ.)

Der letzte Satz: Herr Bundesminister, platzieren Sie beide Forderungen – nämlich die Förderung des Ehrenamts und den Kampf gegen Doping – ganz, ganz weit vorne in


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