Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll19. Sitzung / Seite 265

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Der letzte Punkt, die Doping-Problematik, die mehrfach angesprochen wurde – da bin auch ich der Meinung, dass der Unterausschuss bisher gute Arbeit geleistet hat –, wird noch in weiterer Folge zu diskutieren sein. Träfen wir dazu heute schon eine Ent­scheidung, würden wir ja den Unterausschuss ad absurdum führen. Wir haben noch sehr viele Expertengespräche vor uns.

Ich glaube nur, dass es am Ende des Tages in Österreich klar ein härteres Vorgehen gegen Doping geben muss, als es durch das gute Anti-Doping-Gesetz, das im August des Vorjahres beschlossen wurde, jetzt schon möglich ist. Aber eine Verschärfung ist aufgrund der Vorkommnisse – Stichwort Fall Kohl, Stichwort Fall Hütthaler – aus meiner Sicht unumgänglich.

Noch einmal: Danke für die Unterstützung, für die gemeinsame Fünf-Parteien-Einigung zu beiden Punkten – dem Weißbuch und dem Punkt der neuen Sportförderung, die jetzt über zwei Jahre so gelten soll! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)

22.01


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Dr. Wittmann zu Wort. – Bitte.

 


22.01.27

Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Diese neue Art der Sportförderung hat zwei Stoßrichtungen. Ich glaube, dass dies eine sehr schnelle Maßnahme, eine zielgerichtete Maßnahme und eine Antwort darauf ist, dass Sponsor­gelder vor allem den kleinen Vereinen verloren gehen. Wir können zwar nicht alles ausgleichen, was jetzt an Rückzug von Firmen, die Vereine oder anderes sponsern, passiert, aber wir können damit einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, ebendiese Vereine, die da unter Druck kommen, zu unterstützen. – Das ist der eine Teil dieses Antrages, der den Breitensport unterstützt.

Der andere Teil ist eine zielgerichtete Spitzensportförderung, eine Professionalisierung der Spitzensportförderung und letztendlich auch eine Unterstützung jener Verbände, die erfolgreich sind. Ich glaube, für beide Stoßrichtungen ist es sehr wichtig, dass sie in dieser Zeit in Angriff genommen werden.

Ich halte das für ein richtungweisendes Gesetz, weil, wie wir alle wissen, die Sport­förderung bisher eine sehr überbordende Bürokratie und Administration mit beinhaltet hat. Das ist ein Antrag, der keine dieser administrativen Überlagerungen beinhaltet, sondern gemäß dem zielgerichtet und direkt abrechenbar ist und die Förderung zielgerichtet und direkt an den Letztverbraucher – sprich an den kleinen Verein oder an den erfolgreichen Verband – kommt, sodass wir nicht Projekte einreichen müssen, die evaluiert werden müssen, sondern ganz zielgerichtet und schnell reagiert werden kann.

Das ist sozusagen ein Prototyp für eine größere Reform, damit auch die Administration dieser verschiedensten Töpfe, die da im Zuge verschiedenster Aktivitäten, die ziel­gerichtet waren, aber sehr viel an Verwaltungsaufwand mit beinhaltet haben, jetzt wieder zurechtgerückt wird, was letztendlich in weniger Administration münden soll. Ich denke, das ist ein hervorragender Ansatz.

Ich glaube auch, dass das Ministerium in anderen Bereichen schon sehr zielgerichtet und schnell reagiert hat. Ich erinnere nur an die Bewegungsinitiative für Schule und Kindergarten, bei der es eine der ersten Tätigkeiten des Ministers war, diese Gelder freizugeben, um letztendlich in Schule und Kindergarten zu investieren. Dort können wir den Ansatz einbringen, dass die Kinder nicht nur vor dem Fernsehschirm oder vor


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