Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll26. Sitzung / Seite 144

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Wir brauchen andere Gerätschaften, wir brauchen Fahrzeuge, die speziell ausgerüstet sind. Wir brauchen Spezialfahrzeuge, beispielsweise Hubsteiger, um Rettungen auch aus Hochhäusern vornehmen zu können.

Die Klimaveränderungen machen sich auch bemerkbar, Katastrophen treten in kürze­ren Intervallen ein – Stichwort Hochwasser, Schneedruckkatastrophen, Sturmkatastro­phen. Bei der Aufarbeitung, beim Freimachen von Verkehrswegen, beim Abschaufeln von Dächern vor Firmenobjekten – überall ist die Feuerwehr gefragt. Die Feuerwehr­leute sind oft wochenlang im Einsatz. Die Zahl der Chemikalientransporte, der Gefah­rentransporte nimmt zu – eine besondere Herausforderung an das Fachwissen, eine besondere Herausforderung, was die entsprechenden Gerätschaften betrifft, was die Technik betrifft.

Ich möchte Ihnen aus der „Feuerwehrzeitschrift“ vom Mai dieses Jahres einen kleinen Abriss geben, der zeigt, welche Herausforderungen, welche Breite der Anforderungen und welche Notwendigkeiten gegeben sind.

Ein Waldbrand in Tirol im hochalpinen Gelände: 870 Einsatzkräfte – die Löschung die­ses Waldbrandes ist nur möglich unter Einsatz und mit Hilfe der Bergrettung, weil hochalpines Gelände, acht Kilometer Zuleitung notwendig, extreme Beanspruchung.

Meine Damen und Herren, oder ein weiterer Fall: ein Zugsunglück. 1 000 Volt Waggon­spannung, 15 000 Volt Bahnstrom. Welches Fachwissen hier notwendig ist, um aus diesem Gefahrenpotential heil herauszukommen, kann sich wahrscheinlich jeder den­ken.

Oder eine Traktorbergung in der Donau: Das ist zwar Gott sei Dank keine gefährliche Situation, weil hier keine Menschen in Gefahr waren, aber die Herausforderung für die Taucheinsatzgruppe war größer als vielleicht angenommen.

Der Campus Wien im Vollbrand: 60 Container abgebrannt, meine Damen und Herren!

Oder vor Kurzem ein Brand in einem Kulturgut in Linz, im Ursulinenhof.

Oder Schloss Arenberg, auch ein Kulturgut: Dachstuhlbrand.

Wie schwierig die Löscharbeiten in solchen Fällen sind, das weiß wahrscheinlich nur jemand, der einmal bei einem derartigen Einsatz dabei war und mitgekriegt hat, welche Herausforderungen hier an die Einsatzkräfte gestellt werden, welche technischen Vor­aussetzungen erforderlich sind.

Oder, ein letztes Beispiel: ein Reisebus in Vollbrand.

Meine Damen und Herren! Wenn man selber – und ich sage das nicht, um anzuge­ben – seit dem 15. Lebensjahr bei der Feuerwehr tätig ist, selber jahrzehntelang Be­werber ausgebildet hat, selber die Kommandantenausbildung hat und vielleicht doch ein wenig Ahnung davon hat, was notwendig ist, weiß auch, dass diese Unterstützung für die Feuerwehren absolut gerechtfertigt ist.

Ich hoffe auf eine einstimmige Zustimmung, und ich sage nach wie vor: Es ist die Min­destausstattung! Damit sichern wir bis 2011 eine entsprechende Investitionsmöglich­keit für die Feuerwehren in Österreich. Und ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen, mich bei allen Einsatzkräften, bei der Feuerwehr genauso wie bei der Bergrettung, bei allen freiwilligen Helfern ganz besonders auch im Namen meiner Fraktion und, wie ich hoffe, im Namen aller hier im Haus besonders zu bedanken. Wir wissen vielleicht manchmal zu wenig zu schätzen, welch großartige Arbeit diese Menschen leisten! (All­gemeiner Beifall.)

16.12

 


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