haben, wie etwa, die Eiweißlücke in Europa zu schließen oder Erneuerbare-Energie-Flächen bereitzustellen.
Im dritten Antrag geht es um den zwingenden Fruchtbarkeitstest für männliche Zuchtstiere. Dr. Spadiut hat sich beschwert, dass große Ablehnung oder wenig Interesse von den Verbänden und Besamungsstationen im Zusammenhang mit seinem Vorschlag gekommen ist. Ich möchte dazu anmerken, dass ich glaube, dass das schon sehr gut geregelt ist.
Ich kann selbst als Funktionär einer Besamungsstation (Abg. Ing. Westenthaler: Was?) – übrigens die erfolgreichste Station in Österreich, nämlich in Hohenzell, Bezirk Ried – berichten, dass in Österreich rund 60 Stiere von den Besamungsstationen angekauft werden, und da gibt es sehr, sehr wenige Reklamationen. Gerade die ausführlichen Gewährleistungsbestimmungen (Abg. Grosz: Was machen Sie privat dann?), wenn ein Stier bei einer Versteigerung angekauft wird, garantieren, dass es da wenig Streitigkeiten gibt. Es gibt da intensive Quarantänebestimmungen (Abg. Grosz: Herr Kollege, was macht ein Funktionär einer Besamungsstation?), nachvollziehbare Untersuchungen, und es ist ja nicht allein die Sperma-Qualität, die die Qualität eines Stieres ausmacht, sondern es ist auch die Sprungfreudigkeit sehr entscheidend. Und wenn man weiß, wie Sperma produziert wird, dass dabei der Zuchtstier auf ein Phantom aufreiten muss, dann kann man durchaus verstehen, dass der eine oder andere manchmal verweigert. (Allgemeine Heiterkeit.)
Alles in allem möchte ich festhalten, unsere Zuchtorganisationen und Besamungsstationen leisten hervorragende Arbeit. Wir haben in der Vergangenheit Spitzenstiere produziert, bekannte Namen, die Sie sicherlich alle kennen, Rumba, Streller und jetzt Wille, der neue Verkaufsschlager. Diese Spitzenstiere sind international nachgefragt, und da wird Wertschöpfung für die Landwirtschaft betrieben, weil unsere Zuchtverbände und Besamungsstationen in Bauernhand sind, und das ist meiner Meinung nach sicherlich ein Zukunftsmodell. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Grosz: Der schafft das damit natürlich in die ZiB 2! Kollege vom ORF, bitte an die ZiB 2 schicken!)
14.06
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als vorläufig letzter Redner zu diesem Tagesordnungspunkt ist Herr Abgeordneter Mag. Gaßner zu Wort gemeldet. – Bitte.
14.06
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte zunächst die Hauptschule Schwertberg sehr herzlich begrüßen, die uns jetzt zuhört, und ich darf euch sagen, wir unterhalten uns nicht immer nur über die Zuchtstiere. Es gibt auch wichtigere Themen in diesem Haus. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Sind Sie auch Funktionär einer Besamungsstation?)
Ich möchte der Hauptschule Schwertberg zu dem Titel „Innovative Schule“ gratulieren, den ihr die Bundesministerin verliehen hat. (Allgemeiner Beifall.)
Herr Ausschussvorsitzender, Herr Präsident des Bauernbundes, du bist zur rechten Zeit gekommen! Ich bitte dich dringend, bei der nächsten Sitzung des Landwirtschaftsausschusses das Thema AMA auf die Tagesordnung zu setzen, denn da wird so viel Blödsinn geredet, dass es höchst an der Zeit ist, hier wirklich Fakten zu haben. (Beifall des Abg. Huber. – Abg. Ing. Westenthaler: Und auch ein Thema Besamungsstation!)
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es hat auch schon einige gegeben, die hier wieder die schlechte Situation der Landwirtschaft beklagt haben und so weiter und so fort. Lassen Sie mich zu Beginn ein Zitat aus der Zeitung „Blick ins Land“ bringen, wo
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