Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll93. Sitzung / Seite 86

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seit fünf Jahren keinen Beitrag dazu geleistet hat. Schaut nach: Es gibt keine Anträge! Es gibt nur abgelehnte Anträge der Opposition. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Tamandl: Gut gemacht! – Ruf bei der ÖVP – in Richtung des Abg. Willi –: Blender!)

19.10


Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Deimek gelangt zu Wort. – Bitte.

 


19.11.01

Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundes­minis­ter! Anlässlich dieser Anfrage und der Beantwortung habe ich mich ein bisschen in Literatur eingelesen und habe dabei einen Satz entdeckt, den im Jahr 2008 der Geschäftsführer der  ACG, Sommerbauer, sagte:

 „Die Entwicklungen auf dem Gebiet des sogenannten Curved Approach sind sogar erfolgreicher, als ursprünglich anzunehmen war.“

Sommerbauer kündigt an, dass das demnächst alles einfache Sache und umgesetzt ist.

Ganz so ist es nicht. Dem Kollegen Willi muss ich leider auch sagen, wenn es wirklich nur um die Liesinger und Meidlinger Bürger gegangen wäre, hätte es in der Stadt Wien genügend Möglichkeiten gegeben, das, was Sie jetzt von dieser Stelle im Parlament fordern, auch umzusetzen, denn das wäre eine innerstädtische Angelegenheit gewe­sen. Aber im ganzen Kapitel Curved Approach und Luftfahrt sind dann doch einige Punkte, bei denen man sagt, die sollte man sich genauer anschauen.

Das Erste ist einmal: In dem sogenannten Strategiepapier Road Map Luftfahrt findet sich das Ganze nicht. Es hat zwar die Austro Control dort mitgearbeitet, aber es waren nicht die Geschäftsführer.

Das Zweite, was mir aufgefallen ist: Der sogenannte Curved Approach ist ein stark limitiertes Verfahren. Es kommt in ganz Europa in Stockholm und vielleicht auf irgend­welchen anderen, kleineren Flughäfen vor, aber das war es im Großen und Ganzen.

Es gibt, soweit ich gelesen habe und mir Piloten bestätigt haben, keinen Zwang, dieses Anflugverfahren fliegen zu müssen. Wenn der Pilot ein höherwertiges oder sichereres Verfahren hat, dann kann er das auch nehmen, und es wird ihn niemand von der Kontrollstelle aus dazu zwingen können. Die Beschreibung ist heute schon einmal genannt worden: Instrument landing system Kategorie 1, Schönwetter­verfah­ren. – Na ja, so oft wird es nicht schön sein in Wien, hie und da wird es ein bisschen Wolken, Nebel oder sonst was geben. Dann frage ich mich: Warum macht man das Ganze überhaupt?

Dieser Curved Approach ist nicht Mäandern, sondern es ist ein Anflugverfahren in einer großen Kurve. So weit wäre es relativ einfach. Warum macht man dann diese ganzen Kunstgriffe? – Ganz einfach, man möchte den Nebel, und zwar jetzt nicht den klimatischen, sondern den thematischen Nebel, drüberhalten. Das heißt – was mir Piloten bestätigt haben –, das ist ein bisschen eine politische Propaganda. Diesem Wording möchte ich mich nicht zu 100 Prozent anschließen, aber es klingt schlüssig. Es ist praktisch nicht existent, und wenn man es schon für Wien fordert, dann müsste es vor allem auch noch für Salzburg gelten. Dem kann ich mich eigentlich anschließen. In Summe komme ich dahin, dass ich sage, ich habe zwei große Bitten an Sie, Herr Bundesminister.

Das Erste ist einmal: Bitte bereinigen Sie die seit 2006 – teilweise schon davor – bestehende Baustelle Luft, die sich von der Sektionsleitung bis in die ausgelagerte Gesellschaft erstreckt. Diese Baustelle – da können Sie die Mitarbeiter der ausge-


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