Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll104. Sitzung / Seite 432

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temen das Bundesrechenzentrum zukünftig endlich die Verrechnung aller Lehrer und Lehrerinnen übernimmt.

Einen der größten Erfolge sehe ich aber im Ausbau der Schulautonomie, im Ausbau der Modellregionen. – Leider sind es nur Modellregionen, aber wir sind meiner Mei­nung nach auf dem richtigen Weg; wir wünschen uns aber natürlich auch mehr, Frau Maurer.

Was ich noch erwähnen wollte, ist – Frau Rosenkranz hat es angesprochen –, dass Bildung bei der Sozialdemokratie bereits bei den Kleinsten beginnt. Das sei in Ihre Richtung gesagt. Neben der Verbesserung in der Schuleingangsphase ist für uns die Ausweitung der Elementarpädagogik ganz zentral, und besonders im Rahmen der Bil­dungsreform muss noch einiges in diesem Bereich passieren.

Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass diese Lücke geschlossen wird, denn Einsparungen oder Gelder, die nicht für Kinder ausgegeben werden, werden uns in Zukunft noch einmal teuer zu stehen kommen. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass diese Lücke geschlossen wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)

19.25


Präsident Karlheinz Kopf: Nächste Wortmeldung: Herr Abgeordneter Mag. Hauser. – Bitte.

 


19.26.01

Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es wird das Kapitel Frauen und Bildung unter einem diskutiert. Wir Freiheitlichen handeln da immer: Ich habe eine Minu­te meiner Redezeit für die Frauen abgetreten. Machen Sie das nach! Bei uns geht es darum, dass wir nicht über gelebte Frauenpolitik reden, wir machen sie, wir handeln. Und das ist das Entscheidende. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)

Sehr geehrte Frau Minister, nun zu den Modellregionen: Schauen wir uns jetzt einmal die Praxis an, wie diese Bildungsreform wirken soll! Die Tiroler ÖVP möchte Osttirol – sprich: einen Bezirk – zur Modellregion erklären, und das mit der Konsequenz, dass es dann zukünftig kein Gymnasium mehr geben wird. Das wäre die Konsequenz.

Sie haben uns im Ausschuss mitgeteilt, dass jedes Kind auch zukünftig die Möglichkeit haben soll, ein Gymnasium zu besuchen. Das würde dann für Osttirol, wenn der ganze Bezirk als Modellregion definiert wird, bedeuten, dass das einzige Gymnasium für die 10- bis 14-Jährigen eine Neue Mittelschule wird, und all jene, die das Gymnasium be­suchen wollen, mindestens nach Spittal ausweichen müssen. Das ist unzumutbar!

Ich glaube, da muss man wirklich wesentlich nachbessern. Es kann einfach nicht sein, dass diese wichtige bildungspolitische Einrichtung für Osttirols Kinder und Schüler nicht zur Verfügung steht, zumal die Kosten pro Schüler in Gymnasien am günstigsten sind – 4 600 €, in Relation zur Neuen Mittelschule mit 7 200 € – und die Ergebnisse, der bil­dungspolitische Output der Gymnasien hervorragend ist. (Präsident Kopf gibt das Glo­ckenzeichen.)

Da würde mich schon interessieren, wer zukünftig die Entscheidung trifft. Treffen Sie, Frau Minister, die Entscheidung für das Festlegen der Modellregion? Trifft diese Ent­scheidung …

 


Präsident Karlheinz Kopf: Die Gesamtredezeit Ihres Klubs ist leider erschöpft. Ich muss Sie bitten, langsam zum Ende zu kommen.

 


Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Danke, Herr Präsident. – Diese Fra­gen sind schon zu beantworten, wer zukünftig die Entscheidungen trifft, ob jetzt eine Region eine Modellregion wird und ein Schulversuch gestartet wird oder nicht. (Zwi­schenruf der Abg. Fekter.)

 


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