Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll125. Sitzung / Seite 7

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Diesem Anspruch und unserer österreichischen Tradition folgt eben dieses neue parla­mentarische Instrument des internationalen Dialogs, das wir heute mit Leben erfüllen wer­den.

Sehr geehrter Herr Generalsekretär Ban Ki-moon! Mit den Augen der UNO sieht die Welt größer aus. Die gewählten Abgeordneten des österreichischen Parlaments, die ös­terreichische Bundesregierung und mit ihnen Tausende Österreicherinnen und Öster­reicher vor den Bildschirmen schenken Ihnen nun ihre volle Aufmerksamkeit. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)

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Ich lade Sie nun ein, Ihre Erklärung abzugeben.

09.07.16Erklärung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Ban Ki-moon gemäß § 19a der Geschäftsordnung des Nationalrates

 


9.11.34

Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon: Ihre Exzellenz, Herr Bundes­präsident Heinz Fischer! Sehr geehrte Frau Doris Bures, Präsidentin des Nationalrates! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Werner Faymann! Sehr geehrte Mitglieder der Bun­desregierung! Sehr geehrter Herr Josef Saller, Präsident des Bundesrates! Ehrwürdige Mitglieder des Parlaments! Meine Damen und Herren! Es ist mir eine große Ehre, als erster internationaler Gast eine Ansprache in diesem Parlament halten zu dürfen. Ich danke Ihnen für Österreichs wichtigen Beitrag zur Arbeit der Vereinten Nationen und dafür, dass Sie ein so großzügiges Gastland sind.

(In deutscher Simultandolmetschung:) Ehrwürdige Abgeordnete! Im Sprachgebrauch der internationalen Gemeinschaft sind Wien und Österreich gleichbedeutend mit globalem Handeln. Hier wurden die Wiener Menschenrechtserklärung, das Wiener Übereinkom­men zum Schutz der Ozonschicht, ja sogar ein Pakt über Pakte – das Wiener Über­einkommen über das Recht der Verträge – sowie viele andere internationale Überein­künfte ausgehandelt, die heute für die ganze Welt von Bedeutung sind.

Hier veranstalten die Vereinten Nationen große Konferenzen zu Themen, die auf der globalen Tagesordnung ganz oben stehen. Wien ist Dreh- und Angelpunkt für die Tä­tigkeit der Vereinten Nationen in Bereichen wie der Kernenergie, der Drogen- und Ver­brechensbekämpfung, der industriellen Entwicklung und in vielen anderen Bereichen.

In dieser Woche ist Wien Gastgeber für den Koordinierungsrat der Leiter der Organisa­tionen des gesamten Systems der Vereinten Nationen, der hier zu seiner halbjährlichen Tagung zusammenkommt. Vielen Dank für Ihre herzliche Unterstützung!

Erst gestern haben wir den 20. Jahrestag des Bestehens der Organisation des Ver­trags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen begangen. Für mich war die­ser Anlass eine Heimkehr – 17 Jahre, nachdem ich den Vorsitz in der Vorbereitungs­kommission der Organisation führte. Damals war ich Botschafter meines Landes hier. Wie sich herausstellte, sollte das mein erster und letzter Botschafterposten sein. Ob­wohl dieser Einsatz eher kurz war, trugen Wiener Leidenschaft und Energie dazu bei, meinen zukünftigen Lebenslauf zu bestimmen, und waren der Anlass für mich, in den Dienst der Vereinten Nationen, dieser großartigen Organisation, zu treten.

Ich ließ mich insbesondere von der pulsierenden Wiener Kunstszene inspirieren. Eine meiner Initiativen war die Organisation der ersten Österreichisch-Koreanischen Philhar­monie hier in Wien. Sie steht für die Harmonie zwischen den beiden Ländern. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich dieses Orchester gründen durfte. Wien wird immer einen be-


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