Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll130. Sitzung / Seite 194

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Ich fasse zusammen: So, wie das der ÖSV anlegt, geht es einfach nicht mehr. Wir waren uns da übrigens, meine ich, ziemlich einig bei der Frage: Muss es transparent gemacht werden? – Ja.

Ich sage auch dazu: Man kann darüber diskutieren, ob es eine Gewinnbeteiligung des ÖSV geben kann. Das ist für mich noch gar nicht der Punkt dabei. Es sind auch Investitionen getätigt worden – wer das Skigebiet in Schladming kennt, auf der Reiteralm –, die durchaus längerfristig gewirkt haben. Wie man jetzt im Winter darüber liest, kommt da nicht nur die österreichischen Nationalmannschaft, sondern es kom­men auch viele internationale Mannschaften auf die Reiteralm, um dort das Trainings­zentrum zu nutzen. – Das alles ist ja okay, man muss es nur transparent machen.

Das, was der ÖSV macht, die Einnahmen und die Gewinne zu privatisieren – nämlich für sich selbst –, die Kosten aber auszulagern und zu sagen: Das zahlt die öffentliche Hand!, das sollte in Zukunft nicht mehr gehen. Deswegen haben wir auch einen Antrag eingebracht, dass die Transparenz für Großveranstaltungen das Förderkriterium sein soll – also ein Event ist nur mehr dann förderbar, wenn auch die Transparenz gewährleistet ist.

Da habe ich dann ein Gegenargument gehört: Ja, dann wird der ÖSV keine Skiwelt­meisterschaft mehr veranstalten. Dieses Drohpotenzial würde ich mir einmal an­schau­en, ob das wirklich so ist. Also wenn es davon abhängt, dass man transparent ist, und dann gibt es das in Österreich nicht mehr, dann, so meine ich, sollte der ÖSV einmal seine Rolle überdenken. So, wie das bislang gehandhabt worden ist, geht es nicht weiter.

Herr Dr. Leistner, wenn Sie das hören: Sie können mir wieder einen Brief schreiben – vielleicht sehen wir uns dann woanders –, aber den Mund werden wir uns hier herinnen vom ÖSV nicht verbieten lassen. (Beifall bei den Grünen.)

19.31


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Hanger. – Bitte.

 


19.31.24

Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Präsident! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich beschäftige mich in meinem Debattenbeitrag ebenfalls mit der Alpinen Ski-WM 2013 in Schladming, und da möchte ich einleitend einmal ein bisschen Ordnung in die Zahlen bringen, weil da sehr viele Zahlen kursieren: Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von 415 Millionen € ausgelöst, was sehr, sehr beachtlich ist – das würde ich mir für meine Region, die Mostviertler Alpen, auch wünschen –; davon waren in etwa 250 Millionen € öffentliche Investitionen, der Rest private Investitionen.

Auch die öffentlichen Investitionen muss man einmal segmentieren: Davon waren über 130 Millionen € klassische Infrastrukturinvestitionen – Abwasserbeseitigung, Wasser­versorgung, Eisenbahninfrastruktur, Gemeindestraßen und vieles mehr. Diese Inves­titionen hätten getätigt werden müssen, auch wenn die Alpine Ski-WM gar nicht statt­gefunden hätte.

Unter dem Titel Qualitätsverbesserung im Tourismus hat es Investitionen in der Höhe von 200 Millionen € in der Region gegeben. Da hat es nur 24 Millionen € öffentlichen Anteil gegeben – also 24 Millionen € haben 200 Millionen € an Gesamtinvestitionen ausgelöst. Da ist es natürlich darum gegangen, die touristische Infrastruktur insgesamt zu verbessern.

Dann bleiben in etwa 90 Millionen €, die man direkt der Ski-WM zuordnen kann, aber natürlich wird ein Kongresszentrum heute auch nachgenutzt, und das hat zu einer


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