der Tourismus wieder gezeigt, dass er ein starker Konjunkturmotor ist, der für Wachstum und Arbeitsplätze in diesem Land sorgt.
Ich glaube, gegen den allgemeinen wirtschaftlichen Trend hat Österreich gezeigt, dass man in Österreich – mein Vorredner hat auch gesagt, dass wir Tourismusweltmeister sind – nach wie vor dafür sorgt, dass der Tourismus auf Vordermann ist. Natürlich kann man über viel Plus und viel Minus im Tourismus reden, aber eines muss auch einmal ganz klar gesagt werden: Von dieser Regierung wird der Tourismus ernst genommen. (Abg. Peter Wurm: Na ja!) Wir kennen die Wertigkeit des Tourismus, was er für unser Land bedeutet, denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass der Tourismusbericht hier im Plenum behandelt wird. Viele Berichte werden in den Ausschüssen enderledigt und kommen nicht einmal ins Plenum.
Was sind die klaren Pluspunkte, die der Wirtschaftszweig Tourismus aufzeigen kann? – Die Nächtigungszahlen sind gestiegen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wir brauchen uns nur einzelne Bundesländer anzuschauen. Die Umsätze sind gestiegen, und ganz wichtig ist – natürlich auch eine Auswirkung der momentan herrschenden Zinspolitik –, dass die Entschuldungsdauer der Betriebe zurückgegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Was die Vorschau für das Jahr 2016 betrifft, sagt die ÖHT, dass in der Tourismusbranche schon lange nicht mehr so viel investiert wurde, wie es jetzt im Jahr 2016 der Fall ist. Das ist wichtig, das ist richtig. Wir wissen, dass es da und dort schwierige Bereiche gibt, gerade in der Gastronomie, aufgrund der Kleinstrukturiertheit. Wir wissen aber auch, dass wir dort natürlich weiterhelfen müssen, mithelfen müssen, die Eigeninitiative zu stärken, weil gerade der Tourismus die einzige Alternative auf dem Arbeitsmarkt im ländlichen Bereich ist.
Wir wissen, dass 80 Prozent der Investitionssumme in den Tourismus an Unternehmen im Umkreis von 60 Kilometern gehen. Ohne den Tourismus würde der ländliche Bereich sicherlich nicht so dastehen. Wir wissen, was vor allem in der momentan weltweit schwierigen Zeit gerade für Österreich und für den Tourismus ganz wichtig ist. Das, was uns auch heuer, Gott sei Dank, wieder ein bisschen zugutekommt, ist nach wie vor die Topqualität, die die österreichischen Tourismusbetriebe bieten. Momentan ist eines der Hauptmerkmale, dass jeder, der nach Österreich fährt und in Österreich Urlaub macht, weiß, dass er sich hier sicher fühlen kann. Das ist, wie gesagt, jetzt in weiten Teilen der Welt leider nicht mehr möglich, aber Österreich ist nach wie vor eines der sichersten Länder überhaupt. (Beifall bei der ÖVP.)
Wir wissen, dass da und dort im bürokratischen Bereich noch einiges zu machen ist. Unser Tourismus- und Wirtschaftsminister hat auch eine Arbeitsgruppe zur Entbürokratisierung eingerichtet. Wir wissen, Kontrollen müssen sein, wir wissen, Vorschriften müssen sein, aber wir wissen auch, dass es in den letzten x Jahren – nicht erst seit zwei, drei Jahren – zu immer mehr Vorschriften, Kontrollen gekommen ist. Das ist zu durchforsten. Ich bin mir sicher, dass wir ein Drittel davon weglassen können, ohne die Qualität für die Mitarbeiter oder die Qualität im Tourismus zu gefährden.
Das Thema der familiären Mithilfe in den Betrieben ist seit zehn Tagen erledigt. Unbürokratisch und ohne Zettelwirtschaft dürfen die engsten Familienangehörigen in den Betrieben zu Hause wieder mithelfen, sofern sie in Pension sind, sofern sie einen Arbeitsplatz haben oder sofern sie in Ausbildung sind. Das haben wir erledigt! (Beifall bei der ÖVP.) Es hat lange gedauert, das stimmt. Das hätte schneller gemacht werden können, aber diese Lösung, die jetzt auf dem Tisch liegt, ist so unkompliziert, dass sie ein gutes Beispiel für alle weiteren Dinge ist, die wir machen.
Betreffend Geringfügigkeit: Für in der Tourismusbranche geringfügig Beschäftigte, die bis jetzt eigentlich nur drei Stunden pro Tag bei einer Hochzeit oder einer Veranstal-
HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite