Wir haben auch die Wintersaison – sie ist angesprochen worden – gehabt. Diese hat ebenfalls einen Rekord ergeben, ebenfalls steigende Umsatzzahlen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch ein paar Fakten nennen: Wir haben gerade bei den deutschen Gästen nach Jahren der Stagnation bei den Nächtigungen 3,6 Prozent Zunahmen gehabt. Die russischen Gäste, die immer so strapaziert werden, die uns alles mehr oder weniger, was die Bilanz anbelangt, zerstören, machen 1 Prozent der gesamten Nächtigungszahlen aus. Es ist auch bedauerlich, wenn sie nicht mehr kommen, aber wir werden im nächsten Jahr gemeinsam mit den russischen Vertretern ein Jahr des Tourismus machen und schauen, dass wir auch in diesem Bereich aufholen. Es ist nämlich nicht eine Frage der Sanktionen, sondern eher eine Frage des schlechten Rubel-Kurses, der dazu beigetragen hat, dass die Ausgaben und die Auslandsreisen entsprechend zurückgenommen worden sind.
Ich darf zuletzt auf Professor Smeral verweisen, der in dem Tourismusbericht auch gesagt hat, dass sich diese Tendenz, wie gesagt, auch fortsetzen wird.
Herr Kollege Hauser, ein recht gutes Gefühl haben Sie ohnehin nicht gehabt, wie ich gemerkt habe, als Sie da geredet haben, weil Sie zitiert haben, wie schlecht denn die Stimmung wäre, denn es ist Ihnen und auch anderen Tourismusvertretern aufgefallen: Wenn Sie jetzt schlechte Stimmung nach außen verbreiten, werden die Gäste wahrscheinlich nicht sehr begeistert sein und vielleicht nicht kommen.
Wenn Sie schlechte Stimmung haben, dann liegt das vielleicht daran, dass Sie auch lauter Berichte zitiert haben, die eher die Gastronomie betroffen haben, und Sie haben immer März und Jänner zitiert. Ich sage Ihnen: In diesem Zeitraum war die Stimmung möglicherweise da und dort nicht gut. Sie haben recht, die Gegenfinanzierung bei der Steuerreform ist nicht nur erfreulich gewesen, aber die positiven Auswirkungen habe ich Ihnen auch dargestellt.
Sie haben auch nicht alles vollständig zitiert, denn es ist zwar richtig, dass wir schon einmal, was die Marktanteile anbelangt, besser gelegen sind, Sie müssen aber dazusagen, dass wir da in den Jahren 2008 und 2009 in einer Konstellation waren, was die Möglichkeiten der Umsätze anbelangt, dass wir gerade wegen der Wirtschaftskrise auch in diesem Bereich marktanteilsmäßig gut gelegen sind. Wir haben in den letzten Jahren dann Marktanteile verloren.
Was Sie nicht dazugesagt haben – schauen Sie den Tourismusbericht, den Sie ja zur Verfügung haben, auf Seite 19 an! –: Wir haben jetzt 5,8 Prozent Marktanteil im Verhältnis der EU-15 und haben 2014 weniger gehabt, 2013 weniger gehabt, 2012 in etwa den gleichen Anteil und einige Jahre vor der Krise auch einen Anteil, der darunter gelegen ist.
Im Endeffekt ist der entscheidende Faktor: Wir gehen nach oben! Das ist die Botschaft, die ich mitnehme. Auch der zweite Faktor, was den realen Aufwand der Übernachtung anbelangt: Der Kunde gibt wieder mehr aus. Auch dort haben wir mit 159 € pro Nächtigung eine erfreuliche Tendenz, ebenfalls auf derselben Seite mehr als 2014, mehr als 2013, in etwa dort, wo wir 2012 gewesen sind. Die Entwicklung und die Gründe dafür kennen Sie alle.
Meine Damen und Herren, ich weiß, daraus abgeleitet kann man nicht sagen: Das ist absolute Zufriedenheit. Ich kenne die Stimmung auch. Ich möchte aber schon sagen, dass das nicht dazu geführt hat – denn die Leute, die Unternehmen schätzen schon genau ein: wie ist denn die Zukunftsentwicklung? –, dass jetzt, und das sogar entgegen einem Rat einer entsprechenden Interessenvertretung, nicht investiert wird, sondern ganz im Gegenteil, es wird mehr investiert. Die Investitionen, insbesondere die Haftungen, unterstützt durch die ÖHT, haben in den letzten fünf Monaten um 70 Prozent zugenommen. Das ist auch ein Zeichen, dass die Stimmung nicht so ist,
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