Beispiel die AHS-Oberstufe eine Drop-out-Quote von 25,2 Prozent, die BHS von 34,2 Prozent und die BMS von 49 Prozent. Im Endeffekt heißt das, die betriebliche Ausbildung funktioniert und die Tendenz im betrieblichen Bereich geht, was die Drop-out-Quoten anlangt, sogar nach unten. Das heißt, die Maßnahmen, die wir, was Qualitätsmanagement anlangt, in Umsetzung haben, wirken auch.
Wir haben auch eine Steigerung, was die Erfolgsquote bei der Abschlussprüfung betrifft, nicht nur allgemein, sondern auch, was die Auszeichnungen anlangt. Daher ist die Argumentation, die Lehre hätte keinen Status, kein Image, nicht richtig. Wir sehen da steigende Qualität, was auch EuroSkills und WorldSkills und so weiter anlangt.
Was die Drop-out-Quote insgesamt betrifft, haben wir natürlich schon eine Problematik, die hier mehrfach artikuliert worden ist, nämlich den Unterschied im Vergleich zu den überbetrieblichen Ausbildungsstätten. Im Bereich der ÜBA liegt die Drop-out-Quote bei 43,5 Prozent. Da muss man jetzt aufpassen, dass man nicht die falschen Schlüsse zieht. Logisch ist, dass die ÜBA die betriebliche Lehre nicht ersetzen kann. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass das natürlich auch ein anderes System ist. Sie vergleichen da meiner Meinung nach Äpfel mit Birnen.
Wir haben in der Phase der Wirtschaftskrise genau gesehen, dass es ganz, ganz wichtig ist, denen, die keinen Ausbildungsplatz finden, etwas Besseres anzubieten, als nur zu Hause zu sitzen oder gar auf der Straße zu stehen. Natürlich ist dann auch die Auswahlmöglichkeit eine andere, als wenn man seinen Wunschberuf wahrnehmen kann, und natürlich hat man dann dort höhere Kosten und eine höhere Drop-out-Quote.
Wir müssen aber alles daran setzen, um erstens einmal den Übertritt in die betriebliche Ausbildung zu ermöglichen – da gibt es auch entsprechende Förderungen, das funktioniert zunehmend besser. Auf der anderen Seite müssen wir auch schauen, dass wir die Qualität dort möglichst steigern, um diese Quote insgesamt zu vermindern. Ich glaube aber trotzdem, dass die Kombination von beiden Elementen dazu beiträgt, dass wir gerade, was die Arbeitslosigkeit anlangt, besser liegen als andere Länder.
Es ist auch die Tourismusproblematik im Ausschuss angesprochen worden. Auch dort haben wir eine spezifische Situation, dort haben wir eine Drop-out-Quote von 24 Prozent, also höher als durchschnittlich bei den Lehrlingen, bei der betrieblichen Ausbildung. Dort haben wir auch einen positiven Trend: Es ist um nicht ganz 2 Prozent besser als im Vorjahr. Der Grund ist – da gibt es entsprechende Detailanalysen –, dass dort die Arbeits- und auch die Ausbildungsmöglichkeiten von den Betroffenen als besondere Herausforderung gesehen werden, nämlich von denen, die ausgebildet werden. Die empfinden halt da und dort das Service, auch was Abendzeiten anlangt, intensiver und fordernder, als wenn sie sich in einem anderen Bereich befinden.
Die Fragestellung ist jetzt: Wo setzen wir an, wenn wir mehr Effizienz haben möchten? – Natürlich bei einer Problemanalyse. Wir schauen uns die Daten an, wo es besonders viele Abbrüche und Probleme gibt und was wir an Maßnahmen setzen können, um das entsprechend zu verbessern. Da gibt es eben das Qualitätsmanagement, auch das haben wir im Ausschuss intensiv diskutiert. Wir haben ja die Möglichkeiten jetzt auch im Gesetz vorgesehen. Das machen die Landesberufsausbildungsbeiräte relativ systematisch, sie stehen mit den Unternehmen und den Unternehmensvertretern in Kontakt und erstellen gezielt Unterstützungsleistung.
Was kann das sein? – Das können beispielsweise Kurse und Ausbildungsbehelfe sein, aber natürlich auch die Maßnahmen, was Coaching betrifft. Gerade diese Maßnahmen sind aber relativ teuer. Wir haben gerade beim Tourismus dafür auch Mittel zur Verfügung gestellt. Das gilt insbesondere, was die Etablierung des Lehrlingscoachings für die neuen Bereiche anlangt, wie etwa Hotelkaufmann oder Hotelkauffrau, weil es da
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